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Glosse Politik : Blutige Falken

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wgl. Ihr idealistisch-poetisch klingender Name verschleiert ihr blutiges Handwerk: Die "Freiheitsfalken" lassen an jenen Orten der Türkei Sprengstoff explodieren, an denen sich besonders viele Touristen ein paar schöne Tage oder Wochen machen wollen.

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          wgl. Ihr idealistisch-poetisch klingender Name verschleiert ihr blutiges Handwerk: Die "Freiheitsfalken" lassen an jenen Orten der Türkei Sprengstoff explodieren, an denen sich besonders viele Touristen ein paar schöne Tage oder Wochen machen wollen. Im vorigen Jahr gingen Bomben in Kusadasi und Çesme hoch, jetzt war der bekannte Urlaubsort Marmaris - zwischen Bodrum und Antalya gelegen - von einer Serie von Anschlägen betroffen. Auch in Istanbul gab es einen Anschlag. Die "Freiheitsfalken" sind Abweichler der kurdischen PKK, die nicht nur den türkischen Staat - über den für ihn so wichtigen Tourismus - treffen wollen, sondern auch das eigene Lager spalten. Unter kurdischen Politikern hat in den vergangenen Jahren nämlich eine Mäßigung eingesetzt, die wegen ihrer zunehmenden Nähe zum Staat und seinen Institutionen politisch, vor allem aber kulturell für die Kurden in Zukunft Früchte tragen könnte. Wichtigste Figur dieses Annäherungsprozesses ist der populäre Bürgermeister der Stadt Diyarbakir, Osman Baydemir. Dessen Richtung paßt aber den "Falken" in der kurdischen Bewegung nicht. Die Anschläge von Marmaris werden vermutlich nicht die letzten gewesen sein.

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