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Glosse Politik : Bildts Aktien

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kum. Es reicht in Schweden, etwas mehr Geld als andere zu haben, um sich den Vorwurf der Charakterschwäche einzufangen. Insofern sollte man auf die Kritik an Carl Bildt nicht allzu viel geben. Der ehemalige Ministerpräsident und ...

          kum. Es reicht in Schweden, etwas mehr Geld als andere zu haben, um sich den Vorwurf der Charakterschwäche einzufangen. Insofern sollte man auf die Kritik an Carl Bildt nicht allzu viel geben. Der ehemalige Ministerpräsident und derzeitige Außenminister hat aber noch ein anderes Manko: Er ist ein "uppstickare", also jemand, der aus der Menge ragen will, und das nicht nur körperlich. Noch ein Grund also, ihn kleinmachen zu wollen. Ein Meisterstück an Diplomatie war es allerdings nicht, was sich Bildt im vergangenen Jahr leistete. Nur nach gutem Zureden trennte er sich vom Aktienpaket eines russischen, an Gasprom beteiligten Unternehmens, das den Schweden erzählen will, wie prima die Ostsee-Pipeline ist. Mit Aktienoptionen desselben Unternehmens wartete er ab und verhedderte sich in rechtlichen Spitzfindigkeiten. Alles nur ein "Missverständnis"? Wichtig für Bildt ist, dass ihn Ministerpräsident Reinfeldt vorerst braucht, um den rechten Flügel seiner konservativen Partei bei der Stange zu halten. Der pfeift auf die schwedisch-sozialistische Etikette, und Bildt ist dort fest verankert. Von den drei Koalitionspartnern Reinfeldts aber kann man das nicht sagen.

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