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Glosse Politik : Bekenntnisse

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löw. Der neue Verteidigungsminister hat erste Pflöcke gleichsam als Sozialpolitiker eingeschlagen: Das Weihnachtsgeld für Grundwehrdienstleistende soll bleiben. Allgemeiner Applaus und Unterstützungsbekundungen waren ihm sicher; ...

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          löw. Der neue Verteidigungsminister hat erste Pflöcke gleichsam als Sozialpolitiker eingeschlagen: Das Weihnachtsgeld für Grundwehrdienstleistende soll bleiben. Allgemeiner Applaus und Unterstützungsbekundungen waren ihm sicher; man fragt sich, wer den Einschnitt überhaupt wollte, es hat sich noch niemand dazu bekannt. Dennoch steckt hinter dieser Debatte mehr als bloß eine Vorlage für Jung, damit er sich als Verteidiger seiner Soldaten profiliere. Er hat sich selbst dazu bekannt: 35 Milliarden Euro müssen im Bundeshaushalt gespart werden. Wenn der Wehretat dabei ungeschoren davonkäme, wäre schon einiges erreicht; von Steigerungen ist ohnehin nicht die Rede. Dann aber darf man gespannt sein, wie die vielen hehren Bekenntnisse, die Jung schon abgeleistet hat, in Übereinstimmung gebracht werden: keine sozialen Grausamkeiten; beste Ausrüstung und Ausbildung für den Einsatz; mehr Wehrpflichtige einberufen, um Wehrgerechtigkeit zu sichern; Verantwortung in der Welt an Washingtons Seite wahrnehmen. Applaus kann rasch in Ablehnung umschlagen, wenn die Erwartungen hoch gespannt werden. Das hat vor nicht allzu langer Zeit Scharping erfahren.

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