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Glosse Politik : Beispiel Burundi

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hcr. Gute Nachrichten aus Afrika sind eine Seltenheit. Am Montag gab es sie aus dem Kleinstaat Burundi. Treffen Berichte von dort zu, sind die Parlamentswahlen weitgehend störungsfrei verlaufen. Und das nach einem Bürgerkrieg, der in zwölf Jahren mehr als 300000 Menschen das Leben gekostet hat.

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          hcr. Gute Nachrichten aus Afrika sind eine Seltenheit. Am Montag gab es sie aus dem Kleinstaat Burundi. Treffen Berichte von dort zu, sind die Parlamentswahlen weitgehend störungsfrei verlaufen. Und das nach einem Bürgerkrieg, der in zwölf Jahren mehr als 300000 Menschen das Leben gekostet hat. Zum ersten Mal wird nun das Mehrheitsvolk der Hutu auch die Mehrheit im Parlament stellen. Bald werden sie in den meisten Führungspositionen die Angehörigen der Tutsi-Minderheit ersetzen, die das Land seit der Unabhängigkeit dominierten. In einem regelrechten Demokratiemarathon, der im Februar mit dem Referendum über eine neue Verfassung begann und im August mit der Wahl eines Präsidenten endet, schafft sich Burundi gerade die Voraussetzungen für einen politischen Neuanfang, wie ihn viele afrikanische Länder mit einfacherer Vergangenheit bisher nicht wagten. Doch der Friedensprozeß ist kein Selbstläufer. Vor einem knappen Jahr kamen bei einem Massaker in einem Flüchtlingslager im Osten mehr als 160 Tutsis um. Der damals prophezeite Krieg blieb zwar aus, doch die durchgreifende Reform der Sicherheitskräfte, die ihn auf Dauer verhindern könnte, läßt weiter auf sich warten.

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