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Glauben : Hartes Ringen in der Katholischen Kirche

Johan Bonny, der Bischof von Antwerpen, hat eine schonungslose wie brillante Analyse der Verirrungen des kirchlichen Lehramts vorgelegt. Doch wie viele Bonnys gibt es in dieser Kirche?

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          Johan Bonny, der Bischof von Antwerpen, wird sein Land auf der bevorstehenden Bischofssynode in Rom über Ehe und Familie nicht repräsentieren. Das ist den Vorsitzenden der jeweiligen Bischofskonferenzen vorbehalten, in Belgien dem Erzbischof von Mechelen-Brüssel, Léonard. Diesem wie auch vielen anderen Bischöfen in Europa hat der Flame mit seiner ebenso schonungslosen wie theologisch brillanten Analyse der nachkonziliaren Verirrungen des kirchlichen Lehramtes und der dadurch verursachten Glaubenskrise nicht aus dem Herzen gesprochen - umso mehr aber denen, die bislang jenen „Weg des Verschweigens“ gegangen sind.

          Dazu gehört auch die Mehrzahl der deutschen Bischöfe, die ihrem neuen Vorsitzenden Marx ein Votum für die Synode mit auf den Weg gegeben haben, das ebenfalls geeignet sein dürfte, Papst Franziskus in seinem Ansinnen zu bestärken, die Kluft zwischen Lehre und Leben zu verringern - um des Lebens willen. Doch ohne ein hartes Ringen wird es in Rom nicht abgehen. Spätestens auf der Synode wird sich zeigen müssen, wie viele Bonnys es in dieser Kirche gibt.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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