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Engagement für Afghanistan : Auf der Suche nach Frieden

Deutsche Truppen bei einem Einsatz in der Nähe von Kundus im Sommer 2011 Bild: dpa

Vor 19 Jahren begann Deutschland sein Engagement in Afghanistan. Von den damaligen Zielen ist kaum etwas übrig geblieben. Angesichts des amerikanischen Abzugs versuchen Diplomaten zu retten, was noch zu retten ist.

          3 Min.

          Dem Anfang wohnten große Hoffnungen inne: Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sprach von einer historischen Chance, als er im Dezember 2001 die Ergebnisse der Petersberg-Konferenz im Bundestag würdigte – jener von Deutschland ausgerichteten, von den Vereinten Nationen geführten Konferenz, die nach mehr als zwei Jahrzehnten Krieg und Verwüstung am Hindukusch den afghanischen Friedensprozess in Gang setzen sollte. Und Fischer prophezeite bei dieser Gelegenheit vor fast 19 Jahren, es könne gelingen, Krieg und Bürgerkrieg in Afghanistan „dauerhaft zu beenden“.

          Johannes Leithäuser

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Heute sitzen deutsche Diplomaten wieder am Verhandlungstisch mit afghanischen Repräsentanten, um nach Vorschlägen für eine friedliche Zukunft des Landes zu suchen. Doch was damals mit großem Gepränge seinen Anfang nahm, endet nun in Unübersichtlichkeit. Vor 19 Jahren sollte der Aufbau einer modernisierten, miteinander versöhnten, friedlichen afghanischen Gesellschaft gelingen.

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