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Wegmarke der Geschichte : Wie Deutschland und Polen zu guten Nachbarn wurden

Bundeskanzler Helmut Kohl und der polnische Ministerpräsident Jan Krzysztof Bielecki unterzeichnen am 17. Juni 1991 in Bonn den Nachbarschaftsvertrag. Bild: Sven Simon

Vor 30 Jahren haben in Bonn die Regierungschefs Deutschlands und Polens ein Abkommen unterzeichnet, mit dem sie die „leidvolle Geschichte“ in den Beziehungen überwinden wollten. Heute stehen die Nachbarländer vor neuen Herausforderungen.

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          Im ersten Quartal 2021 hat Polen die Vereinigten Staaten als Handelspartner Deutschlands überholt. Bei den Importen nach Deutschland steht das Land jetzt hinter China und den Niederlanden auf Platz drei. Das hätten sich die Väter des deutsch-polnischen „Vertrags über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit“, der vor genau dreißig Jahren geschlossen wurde, wohl nicht träumen lassen.

          Gerhard Gnauck
          Politischer Korrespondent für Polen, die Ukraine, Estland, Lettland und Litauen mit Sitz in Warschau.

          Damals war Polen nach seiner tiefen Krise in den Achtzigerjahren bettelarm. Der Vertrag nennt als wichtiges gemeinsames Ziel und Voraussetzung für gelingende Reformen im Nachbarland „die Lösung des Problems der polnischen Verschuldung“, auch gegenüber der Bundesrepublik Deutschland.

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