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Luftangriffe auf Dresden : Militärisch legitim oder Kriegsverbrechen?

Umstrittenes Denkmal in London: Arthur Harris, der als Oberkommandeur des RAF Bomber Command für die Luftangriffe auf deutsche Städte verantwortlich war. Bild: mauritius images / Electric Egg

Die Flächenbombardements deutscher Städte sind in Großbritannien schon lange umstritten. Ein neues Buch befeuert die Debatte über die Bewertung des Luftkriegs. Und nicht nur mit diesem Teil ihrer Kriegsgeschichte hadern viele Briten.

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          War die Bombardierung Dresdens ein militärisch legitimer Angriff im Endstadium des Zweiten Weltkriegs, oder hat sich die Royal Air Force eines Verbrechens schuldig gemacht? Entlang dieser – nicht ganz neuen – Frage diskutieren die Briten in diesen Wochen über den 75. Jahrestag des Infernos. Inspiriert wird die Debatte vor allem durch ein Buch, das die Vorgänge zwischen dem 13. und 15. Februar 1945 minutiös rekonstruiert und den Leser in bisher unbekannter Weise am Grauen teilhaben lässt.

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

          In den Londoner Buchläden liegt „Dresden. The Fire and the Darkness“ prominent aus. Sein Autor, der Publizist Sinclair McKay, ist derzeit allgegenwärtig in den Medien. Die Wucht seines Buches leitet sich nicht aus neuen Fakten oder steilen Thesen ab; McKay hat vor allem die menschliche Seite recherchiert und schlägt sich politisch auf keine Seite. Das Buch besticht mit seiner Empathie, mit dem Lebendigmachen von Geschichte und dem kunstvollen Verweben von Biographien und Hintergründen auf beiden Seiten des Geschehens.

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