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Drohnen und Geomagnettaster : Suche nach römischen Relikten

  • -Aktualisiert am

Anschub: Mit einem Magnetometer begannen vor fünf Jahren die Untersuchungen der Archäologen. Bild: Frank Röth

Auf aktuellen Baustellen kann man aus der Vergangenheit lernen. Zum Beispiel auf dem Hofheimer Hochfeld und im Baugebiet Marxheim II.

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          Wo die Kinder im Herbst ihre Drachen steigen lassen, ist geschichtsträchtiger Boden. Das wussten die Bauherren schon, als 1987 das neue Kreishaus gebaut wurde, und die römische Vergangenheit wird auch heute wieder zum Leben erweckt, da gerade eine Erweiterung des Landratsamtes und die Voruntersuchungen zum neuen Hofheimer Stadtteil Marxheim II/Römerwiesen anstehen. Immer wieder wird auf dem Hofheimer Hochfeld nach weiteren Spuren des römischen Feldlagers gesucht. Bei Grabungen auf dem Gelände des Landratsamtes kamen die Archäologen der Vergangenheit wieder einen Schritt näher. Es wurden Gräben und Relikte aus der Römerzeit gefunden. Die Grabungen erfolgten in Begleitung des Landesamtes für Denkmalpflege. Bis im Herbst die Bauarbeiten am früheren künstlichen Löschteich beginnen, sollen weitere Untersuchungen folgen.

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          Heike Lattka
          Korrespondentin der Rhein-Main-Zeitung für den Main-Taunus-Kreis.

          So entdeckten die Altertumsforscher einen Graben des alten römischen Erdlagers, zudem möglicherweise einen Palisadengraben. Die Arbeiten förderten zudem zahlreiche Keramikfragmente und Metallobjekte zutage wie eine eiserne Lanzenspitze, eine Silbermünze, eine bronzene Scheibe und einen bronzenen Ring. Bei der Erkundung des Terrains setzten die Fachleute auch Drohnen und Metalldetektoren ein. Der Grabinhalt der Gräben wurde entnommen und eine dreidimensionale Dokumentation der ursprünglichen Gräben erstellt.

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