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Sommerpalast des Diktators : Francos Kriegsbeute geht ans Volk zurück

Geraubter Reichtum: Die Sommerresidenz Francos in Galicien. Bild: EPA

Die einstige Sommerresidenz des Diktators geht nach 82 Jahren an die Spanier zurück. Franco hatte sich den Palast im Bürgerkrieg angeeignet. Bis zuletzt wehrte sich seine Familie juristisch gegen die Rückgabe.

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          Mehr als 160 Seiten ist das Inventarverzeichnis lang. Die Liste umfasst 697 Objekte und reicht von phönizischen Amphoren über mittelalterliche Taufbecken bis zu neuzeitlichen Bidets. Das ist nur ein erster Überblick, das exquisite Mobiliar des „Pazo de Meirás“ ist noch viel umfangreicher. Die Familie von Francisco Franco soll bis zu 50 Umzugswagen bestellt haben, um ihre einstige Sommerresidenz zu räumen. Nach 82 Jahren mussten die Nachkommen des spanischen Diktators jetzt die Schlüssel zurückgeben. Mit einer kleinen Zeremonie im „Turm der Chimäre“ erhielten am Donnerstag die spanischen Bürger das herrschaftliche Anwesen zurück, das die Nachkommen des 1975 verstorbenen Diktators bis zuletzt wie ihren Privatbesitz behandelten.

          Hans-Christian Rößler

          Politischer Korrespondent für die Iberische Halbinsel und den Maghreb mit Sitz in Madrid.

          Zum ersten Mal mussten die Francos zurückgeben, was sie sich in den Jahrzehnten der Diktatur angeeignet haben. Vergeblich hatten die Erben versucht, mit einem nachträglich verfassten Kaufvertrag ihre Ansprüche auf den Gebäudekomplex mit den drei wehrhaften Türmen geltend zu machen. Doch die Amtsrichterin Marta Canales erklärte die Aneignung des „Pazo de Meirás“ für „nicht rechtens“ und setzte ihnen eine Frist bis Donnerstag um 11 Uhr. Die Anwälte gingen in Berufung, akzeptieren aber vorläufig die einstweilige Verfügung.

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