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Zweiter Weltkrieg : Warum die Wehrmacht weiterkämpfte

Russische Panzer an der Oder im Februar 1945 Bild: dpa

Hoffnung und Angst – vor 75 Jahren hielt ein letztes deutsches Aufgebot die weit überlegene Rote Armee an den Seelower Höhen auf. Und kämpfte bis zuletzt.

          3 Min.

          Es war wohl das größte Artilleriefeuer der Geschichte – und doch blieb es weitgehend wirkungslos. Nach sowjetischen Angaben gingen allein am 16. April 1945 mehr als eine Million Granaten auf die deutschen Stellungen an den Seelower Höhen nieder. Die Rote Armee hatte zum Sturm auf Berlin geblasen. Zweieinhalb Millionen sowjetische Soldaten standen Mitte April in drei Armeegruppen („Fronten“) an der Oder.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Doch die Verteidiger, eine Art letztes Aufgebot aus Wehrmacht, Waffen-SS, Volkssturm und Hitlerjugend, aus gut ausgestatteten und erfahrenen Kampfverbänden wie aus zusammengewürfelten Einheit, waren vorbereitet. Generaloberst Gotthard Heinrici, der von Hitler mehrfach abgesetzt, aber als Defensivspezialist offenbar unentbehrlich war, ließ das Gros der Verbände aus der Front lösen und auf die Seelower Höhen verlegen.

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