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Elektromagnetische Ortung : Grundstein von Neuschwanstein entdeckt

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Um ein Geheimnis ärmer: Schloss Neuschwanstein bei Schwangau Bild: dpa

Bisher war nicht bekannt, wo der Grundstein des Königsschlosses exakt liegt. Jetzt wurden Spezialisten, die normalerweise unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen entschärfen, mit der Suche beauftragt.

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          Das Geheimnis um den Grundstein von Neuschwanstein ist gelüftet: 150 Jahre nach der Grundsteinlegung spürte das bayerische Landeskriminalamt den historischen Grundstein auf, wie die Bayerische Schlösserverwaltung an diesem Montag mitteilte. Bisher war nicht bekannt, wo der Grundstein des Königsschlosses exakt liegt. Die Spezialisten der Technischen Sondergruppe aber fanden die Stelle, wo König Ludwig II. 1869 den Grundstein legen ließ.

          Den Sensationsfund orteten die LKA-Experten mit elektromagnetischen Sondierungssystemen, sie fanden die runde Messingkapsel ganz in der Nähe eines mit „1869“ datierten Ziegels in der Südwand des Ritterbads. Normalerweise entschärft die Technische Sondergruppe unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen.

          Aufgrund historischer Dokumente habe man nur vermutet, wo der historisch bedeutende Grundstein liegen muss, teilte die Schlösserverwaltung mit. So hatte der Ortspfarrer von Schwangau in der „Albrechtchronik“ geschrieben, dass der Grundstein und seine Kapsel in die Südwand des Palas nahe der Südwestecke eingelegt wurden, also in eine Wand des Ritterbads. Ganz in der Tradition der damaligen Zeit enthält die gefundene Messingkapsel den Angaben zufolge einen Bauplan, Porträts des Bauherrn und Geldmünzen.

          Der mit „1869“ datierte Ziegel in der Südwand des Ritterbads

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