https://www.faz.net/-gpf-acsxz

Vereinigte Staaten von Amerika : Kongress für landesweiten Feiertag zum Gedenken an Ende der Sklaverei

  • Aktualisiert am

Eine „Juneteenth“-Kundgebung am 19. Juni 2020 in Brooklyn, New York Bild: AP

In vielen US-Bundesstaaten wird am 19. Juni zwar schon offiziell an das Ende der Sklaverei erinnert. Ein Bundesfeiertag war der „Juneteenth“ bisher aber nicht. Nun stimmten Demokraten und Republikaner dafür, ihn einzuführen.

          1 Min.

          Der amerikanische Kongress hat für die Einführung eines neuen landesweiten Jahrestages zum Gedenken an das Ende der Sklaverei gestimmt. Das Repräsentantenhaus votierte am Mittwoch mit einer großen Mehrheit von 415 gegen 14 Stimmen für das entsprechende Gesetz. Der Senat – die andere Kongresskammer – hatte das Vorhaben bereits am Dienstag einstimmig verabschiedet.

          Die Einführung des neuen Feiertages wurde mit seltener parteiübergreifender Einigkeit gemeinsam von den Demokraten und oppositionellen Republikanern beschlossen. Damit der als „Juneteenth“ bezeichnete Feiertag eingeführt wird, fehlt nun nur noch die Unterschrift von Präsident Joe Biden. Der „Juneteenth“ wäre der zwölfte unter der Bundesgesetzgebung der USA geltende Feiertag – und der erste neue Feiertag dieser Art seit 38 Jahren.

          In den meisten der 50 US-Bundesstaaten wird der „Juneteenth“, der 19. Juni, zwar bereits offiziell begangen. Doch ein Bundesfeiertag („federal holiday“) ist der 19. Juni bislang nicht.

          „Juneteenth“ ist ein Schachtelwort aus den englischen Wörtern für Juni und 19. Am 19. Juni 1865, zwei Monate nach der Kapitulation der im Bürgerkrieg für den Erhalt der Sklaverei kämpfenden Südstaaten-Truppen, hatte ein General der Armee des Nordens in Galveston im Bundesstaat Texas die Freilassung aller Sklaven verkündet.

          Die Debatte um die Verbrechen der Sklaverei hat seit dem vergangenen Jahr in den USA im Zuge der Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus an neuer Brisanz gewonnen.

          Weitere Themen

          Hart am Wasser

          Serie „Besuch beim Wähler“ (5) : Hart am Wasser

          Die Senioren des Dresdner Kanusportvereins haben ihre Leidenschaft über die Zeitenwende gerettet – über Politik reden sie lieber nicht, denn da fliegen schnell die Fetzen.

          Topmeldungen

          Traute Runde (von links): Heinz Göldner, Helmut Thümmel, Elisabet Thümmel, Dieter (Dietrich) Klos, Ursula Pischmann und Brigitta Lehmann-John.

          Serie „Besuch beim Wähler“ (5) : Hart am Wasser

          Die Senioren des Dresdner Kanusportvereins haben ihre Leidenschaft über die Zeitenwende gerettet – über Politik reden sie lieber nicht, denn da fliegen schnell die Fetzen.
          Rain Man: Robert Habeck gibt im Wahlkampf alles

          Fraktur : Und ewig währt das Kämpfen

          Das Leben ist ein ewiger Kampf, ob um Olympiagold gekämpft wird oder gegen den inneren Schweinehund. Robert Habeck kämpft sogar im durchnässten Outfit.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.