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Eupen und Sankt Vith : Wie Deutsche zu stolzen Belgiern wurden

Britische Truppen marschieren durch das damals noch deutsche Malmedy, das heute zu Belgien gehört. Bild: Picture-Alliance

Vor 100 Jahren musste das Deutsche Reich Eupen und Sankt Vith an Belgien abtreten. Heute sind die deutschsprachigen Belgier die am besten geschützte Minderheit Europas.

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          Wenn man an der Abfahrt Eupen die Autobahn von Aachen nach Lüttich verlässt und nach Westen fährt, führt der Weg vorbei an einem Bowlingcenter, an Supermärkten und sehr vielen Tankstellen. Eine gewöhnliche Ausfallstraße, nicht besonders ansehnlich. Nur der Name ist ungewöhnlich: Neutralstraße. Auf Französisch: Rue Mitoyenne, die trennende Straße.

          Thomas Gutschker

          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Im 19. Jahrhundert verlief hier die Grenze zwischen Deutschland und Belgien. Dann kam der 4. August 1914. In den Morgenstunden marschierten deutsche Soldaten auf der Neutralstraße nach Westen. Das Kaiserreich fiel im neutralen Belgien ein – der Erste Weltkrieg begann. Es war der Tag, der das Schicksal der Region und ihrer Bewohner für immer verändern sollte.

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