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Volkskammerwahl 1990 : Plebiszit für die Einheit

  • -Aktualisiert am

Überraschungssieger: Lothar de Maizière am Wahlabend Bild: dpa

Am Ende war sogar der Sieger maßlos überrascht. Am 18. März 1990 wählten die DDR-Bürger D-Mark und Wohlstand. Umfragen hatten der SPD den Sieg vorhergesagt, doch das war ein Missverständnis.

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          Das Gesicht Lothar de Maizières sprach Bände, als am 18. März 1990 um 18 Uhr die erste Prognose über den Ausgang der Volkskammerwahlen in der DDR veröffentlicht wurde. Die ostdeutsche CDU, die in einem Bündnis mit der DSU und dem Demokratischen Aufbruch als „Allianz für Deutschland“ angetreten war, hatte die Wahl entgegen aller Vorhersagen haushoch gewonnen.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          In jenem Moment habe er das Amt des DDR-Ministerpräsidenten unaufhaltsam auf sich zurollen sehen, erklärte de Maizière später seinen erschrockenen Blick. Denn klar war da bereits, dass es hier nicht mehr um eine vollständige Legislaturperiode, sondern um den schnellstmöglichen Weg zur deutschen Einheit ging.

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