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Währungsreform 1948 : Als das Wirtschaftswunder begann

Als die D-Mark am 21. Juni 1948 kam: Kundenandrang vor einem Geschäft in Westdeutschland. Bild: dpa

Für den wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands nach dem Krieg war aus Sicht der Fachleute eine Währungsreform ohne Alternative. Sie kam mit der Einführung der D-Mark im Juni 1948. Teil drei unserer Serie „Stationen – Deutschland seit 1945“.

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          Die vordringlichste Aufgabe für Deutsche und Alliierte gleichermaßen war in den ersten Jahren nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges der wirtschaftliche Wiederaufbau sowohl Deutschlands als auch Europas. Zu diesem Zweck hatten die Amerikaner schon 1947 den Marshallplan aufgelegt. In Deutschland, da waren sich die Fachleute einig, würde es nicht ohne eine Währungsreform gehen. Es war zwar sehr viel Geld im Umlauf. Dem stand aber keine adäquate Produktion gegenüber. Aus der Kriegswirtschaft hatten die Alliierten sowohl die Güterbewirtschaftung als auch die amtliche Festsetzung der Preise übernommen. Eine Freigabe der Verbraucherpreise erschien ihnen zu gewagt. Es wären, wie sich später dann auch zeigte, große Steigerungen der Lebenshaltungskosten zu erwarten gewesen. Die Nachkriegswirtschaft war zu einem großen Teil vom Schwarzmarkt geprägt.

          Peter Sturm
          Redakteur in der Politik, zuständig für „Politische Bücher“.

          Dieser unhaltbare Zustand sollte beendet werden. Fraglich war allerdings von Anfang an, ob sich eine einheitliche Regelung für ganz Deutschland würde finden lassen. Die weltpolitische Konstellation, das Verhältnis der Alliierten untereinander, war nicht sehr günstig. Die Vereinigten Staaten schlugen eine gemeinsame Wirtschaftsverwaltung für alle Besatzungszonen vor, was die Sowjetunion aber ablehnte. Diesen Schritt kann man auf unterschiedliche Weise interpretieren.

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