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Ehemaliger Präsident : George W. Bush nimmt Presse vor Trump in Schutz

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„Wir alle suchen Antworten“: der ehemalige amerikanische Präsident George W. Bush Bild: AP

Widerspruch vom Amtsvorgänger: Der ehemalige amerikanische Präsident George W. Bush hat die Arbeit der Medien gegen die Attacken von Donald Trump verteidigt – und ihn scharf kritisiert.

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          Der ehemalige amerikanische Präsident George W. Bush hat in einem Fernsehinterview die freie Presse vor Donald Trumps Anfeindungen in Schutz genommen. Es sei Aufgabe der Medien, die politische Führung zu kontrollieren, sagte Bush der NBC-Sendung „Today“ am Montag. „Macht kann süchtig machen“, so der 70 Jahre alte Republikaner. „Es ist ziemlich schwierig, anderen zu sagen, sie brauchten eine unabhängige, freie Presse, wenn wir selbst nicht bereit sind, eine solche zu akzeptieren.“

          Der seit  dem 20. Januar amtierende amerikanische Präsident Donald Trump lehnt die etablierten Medien entschieden ab und reagiert häufig aggressiv auf kritische Berichterstattung. Ihn kompromittierende Medienberichte, etwa über Kontakte seines Wahlkampfteams zur russischen Regierung, nannte Trump Falschmeldungen und betitelte kritische Journalisten als Feinde des amerikanischen Volkes. Sein Sprecher Sean Spicer hat unlängst unliebsame Pressevertreter von einem informellen Treffen im Weißen Haus ausgeschlossen und rügt sie regelmäßig bei Pressekonferenzen scharf.

          Bush bezeichnet die investigativen Recherchen der Medien aber als notwendig und gerechtfertigt. Der ehemalige Präsident sagte, es gebe offene Fragen zu den Kontakten von Trumps Mitarbeitern nach Moskau. „Diese Fragen müssen beantwortet werden“, meinte er. „Wir alle brauchen Antworten.“ Der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Senat, Richard Burr, müsse entscheiden, ob sich ein Sonderermittler mit dem Fall befassen soll. Man müsse Trump jedoch auch eine Chance und Zeit geben, so Bush. „Wir werden sehen, ob er in der Lage sein wird, das Land zu einen.“

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