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Genua : Polizei entschärft Autobombe

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Genua - abgesperrt Bild: dpa

Experten der italienischen Polizei haben in Genua eine Zeitbombe entschärft.

          Die italienische Polizei hat eine weitere Bombe in der Stadt Genua entdeckt, wo am Freitag das Treffen der führenden Industriestaaten (G8) beginnt. Am Montagabend fand die Polizei nach eigenen Angaben einen Sprengsatz in der Nähe eines Sportstadions, in dem Gegner des Gipfeltreffens untergebracht werden sollten.

          Die primitive Bombe, bestehend aus zwei Flaschen Benzin, die in einem kleinen Koffer mit einer Armbanduhr verbunden waren, wurde gesprengt. Zuvor war ein Polizeibeamter verletzt worden, als ein Paketbombe auf seiner Wache explodierte. Italien befürchtet gewaltsame Proteste von Gegnern der Globalisierung während des Gipfels vom 20. bis 22. Juli.

          Keine Bekennerschreiben

          Am Montag wurde in der Hafengegend auch eine Bombenattrappe gesprengt. Zu den Anschlägen bekannte sich niemand. Innenminister Claudio Scajola verurteilte im italienischen Rundfunk die Gewalt und machte Extremisten für sie verantwortlich. Das Soziale Forum von Genua, eine Dachorganisation von rund 800 Protestgruppen, verurteilten ebenfalls den Anschlag auf die Polizeiwache und äußerten die Hoffnung, dass er nicht zu Spannungen zwischen dem Staat und den Oppositionsgruppen führen werde.

          In Genua sind weit reichende Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden, bis hin zur Stationierung von Luftabwehr- Raketen. Insgesamt sollen 15.000 Polizisten und Soldaten während des Gipfels für Ordnung sorgen. Die Stadt rechnet damit, dass bis zu 120.000 Globalisierungsgegner gegen den Gipfel demonstrieren wollen. An den italienischen Grenzen wurden aus Sicherheitsgründen vorübergehend die Personenkontrollen wieder eingeführt.

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