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70 Jahre Genfer Konventionen : Menschenrecht im Krieg

Das Gemälde von Charles Édouard Armand-Dumaresq zeigt die Unterzeichnung der ersten Genfer Konvention am 22.08.1864 im Stadthaus von Genf (Schweiz). Bild: dpa

Der Grat zwischen rechtmäßiger Kriegshandlung und Massenmord ist schmal. Es gibt kaum eine militärische Auseinandersetzung ohne Grenzüberschreitung. Denn Krieg verroht. Er ist zu ächten – nicht nur auf dem Papier.

          Krieg ist offenbar nicht auszurotten. Er ist verboten, wird aber geführt. Aber anders als früher. Zum einen sind militärische Konflikte zwischen Staaten selten geworden, innerstaatliche Auseinandersetzungen haben dagegen zugenommen. Der „Bürgerkrieg“ ist heute eher der traurige Regelfall. Zum anderen ist heute klar, dass sich nahezu jeder, der zu den Waffen greift, öffentlich zu einer Rechtfertigung gezwungen sieht. Das ist ohne Zweifel eine Folge auch der rechtlichen Einhegung des Krieges nach dem Zweiten Weltkrieg.

          Eingehegt wurde auch die Art der Kriegführung. Hier steht die internationale Gemeinschaft weiterhin vor großen Herausforderungen, seit vor 70 Jahren die Genfer Konventionen unterzeichnet wurden. Während es im 19. Jahrhundert um die „Verbesserung des Schicksals der verwundeten Soldaten der Armeen im Felde“ ging, um die Versorgung der Kämpfer ohne Unterschied der Nationalität, steht seit dem Zweiten Weltkrieg der Schutz der Zivilbevölkerung im Mittelpunkt. Die Genfer Abkommen, die mittlerweile für jeden Staat dieser Erde gelten, und die später geschlossenen Zusatzabkommen, schützen die Schutzlosen, diejenigen, die nicht unmittelbar an Feindseligkeiten teilnehmen, und zwar auch in nicht-internationalen Konflikten. Der Angriff auf Zivilpersonen, Geiselnahme und auch entwürdigende Behandlung sind untersagt.

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          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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