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Geheimdienste : Zeitung: Türkei verriet Israels Spione an Iran

  • Aktualisiert am

Verrat als Rache? Der türkische Ministerpräsident Recep-Tayyip Erdogan Bild: AP

Bis zu zehn Informanten des Mossad soll die Türkei an den iranischen Geheimdienst verraten haben, schreibt die „Washington Post“. Die Racheaktion habe dem Mossad wichtige Quellen genommen.

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          Die türkische Regierung soll dem iranischen Geheimdienst die Identität von bis zu zehn Spionen verraten haben, die sich in der Türkei mit ihren israelischen Führungsoffizieren trafen. Das berichtet die Washington Post auf ihrer Website unter Berufung auf „informierte Quellen“. Die türkische Botschaft in Amerika äußerte sich zunächst nicht über den Vorfall.

          Der Verrat durch die Türkei fiel laut dem Zeitungsbericht in eine Phase angespannter Beziehungen zwischen der Türkei und Israel. Der türkische Ministerpräsident Recep-Tayyip Erdogan habe damals versucht, „die Israelis zu schlagen“.

          Der Mossad hat durch die Aktion angeblich Geheimdiensterkenntnisse in erheblichem Umfang verloren. Die Verärgerung der Israelis darüber erklärt demnach, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sich lange weigerte, bei der Türkei für die Kommandoaktion gegen die sogenannte Gaza-Flotille um Entschuldigung zu bitten. Die israelische Marine hatte im Mai 2010 einen von der Türkei organisierten Konvoi von Hilfsschiffen aufgebracht, die nach Gaza vordringen wollten. Dabei wurden neun Türken getötet. Erst lange Zeit später und nach einem vom amerikanischen Präsidenten Barack Obama ausgehandelten Kompromiss bat Netanjahu in einem Telefongespräch mit Erdogan um Entschuldigung.

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