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Gauck in Prag : Die dunklen Seiten

Noch immer werden in böhmischer Erde Massengräber mit verscharrten Deutschen entdeckt. Auch an dieses Unrecht müsste Gauck in Prag erinnern, wenn er den „dunklen Seiten der Vergangenheit“ nicht ausweichen will.

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          Den Tschechen schlottern bei dem Gedanken, welche russische Minderheit Putin als nächste vor ihrer eigenen Regierung „beschützen“ wollen könnte, nicht ganz so die Knie wie den Esten. Denn Russen in der nötigen Konzentration finden sich in Böhmen höchstens in Karlsbad, aus dem die Tschechen nach dem Krieg die Deutschen vertrieben hatten, um, jedenfalls im Ergebnis, Platz für die reichen Russen zu schaffen, die nach der Wende die sowjetischen Besatzungstruppen ablösten.

          Doch mit der Geschichte, und schon gar nicht mit deren Ironie, wollen sich die deutsche und die tschechische Politik seit Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung nicht mehr befassen. Den Bundespräsidenten hinderte das bei seinem Staatsbesuch in Prag freilich nicht daran, sich den „dunklen Seiten der Vergangenheit“ zu stellen.

          An diesem Dienstag besucht er Theresienstadt. Danach hätte er noch genügend Zeit, um daran zu erinnern, dass Unrecht, Massaker und Vertreibung auf tschechischem Boden auch nach Kriegsende nicht aufhörten. Noch immer werden dort Massengräber mit verscharrten Deutschen entdeckt.

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