https://www.faz.net/-gpf-8j8cq

Gastbeitrag : Orbán: Keine Idealisierung der EU

  • Aktualisiert am

Viktor Orbán Bild: Helmut Fricke

Viktor Orbán hat in einem Beitrag für die F.A.Z. den Bau des ungarischen Grenzzauns verteidigt. Es sei eine der grundlegenden Aufgaben der EU, das Sicherheitsgefühl der Bürger wieder herzustellen, schreibt der ungarische Ministerpräsident.

          1 Min.

          Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán fordert ein Ende der „Idealisierung des europäischen Projekts“. In einem Beitrag für die Montagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schreibt er, die EU dürfe sich kritischen Fragen nicht weiter entziehen, indem sie Zweiflern den Besuch von Soldatenfriedhöfen empfehle: „Für den Fortbestand der EU reicht die historische Wahrheit nicht aus.“

          Eine grundlegende Aufgabe der EU sei es, durch den Schutz ihrer Außengrenzen das Sicherheitsgefühl ihrer Bürger wieder herzustellen. Mit dem Bau des Grenzzaunes im Sommer vergangenen Jahres sei Ungarn seiner europäischen Pflicht nachgekommen: „Dadurch haben wir, zumindest auf unserem Grenzabschnitt, das Lebens- und Wirtschaftsmodell der Europäer beschützt“, schreibt Orbán.

          Der Hauptgrund für die Krise der EU sei, dass die Verletzung der Regeln über Haushaltsdisziplin und Grenzsicherung „mit stillschweigender Zustimmung“ der EU-Kommission zur Gewohnheit geworden sei. So würden „die beiden größten europäischen Errungenschaften“ gefährdet, schreibt Orbán: „Die gemeinsame Währung und der durch Schengen geschützte Binnenmarkt.“ Orbán verlangt, den Nationalstaaten in der EU wieder mehr Gewicht zu geben.

          Lesen Sie den kompletten Gastbeitrag von Viktor Orbán in der Montagsausgabe der F.A.Z. am 11. Juli oder ab 20.00 Uhr im E-Paper.
           

          Weitere Themen

          Premierminister Johnson unter massivem Druck

          Downing Street Party : Premierminister Johnson unter massivem Druck

          Während des Corona-Lockdown im Dezember 2020 waren Parties für die Bürger Großbritanniens strengstens verboten. Im Amtssitz des britischen Premiers galten andere Regeln. Dort feierte man munter Weihnachten – mit Häppchen und Gesellschaftsspielen.

          Die erste Bundesinnenministerin Video-Seite öffnen

          Nancy Faeser : Die erste Bundesinnenministerin

          Ihr Name ist die große Überraschung auf Olaf Scholz' Kabinettsliste: Die 51-jährige Nancy Faeser, eine bundesweit bislang kaum bekannte SPD-Landespolitikerin aus Hessen, soll als erste Frau an die Spitze des Bundesinnenministeriums treten.

          Topmeldungen

          Altenheim in Bayern: Die Bewohner sollen sich sicher fühlen können. Ist eine Impfpflicht hierfür sinnvoll?

          Neues Infektionsschutzgesetz : „Dann bitte alle impfen“

          Die Spritzenpflicht in Pflege und Kliniken kommt. Die Branche begrüßt das größtenteils, fordert aber, dass auch andere Gruppen mit einbezogen werden: Denn nur so könne man den höchstmöglichen Schutz für alle erreichen.
                        Freundliche Begrüßung für die Kameras: Wladimir Putin und Joe Biden am Dienstag zu Beginn ihres digitalen Gesprächs

          Videogipfel : Putins Linien und Bidens Optionen

          Nach dem Videogipfel der beiden Präsidenten gibt es nur eine knappe amerikanische Erklärung. Sie klingt wie die Statements vor dem Gespräch. Zumindest soll weiter geredet werden.
          Der britische Premierminister Boris Johnson während einer Einweisung zur Antidrogenkampagne in Liverpool.

          Downing Street Party : Premierminister Johnson unter massivem Druck

          Während des Corona-Lockdown im Dezember 2020 waren Parties für die Bürger Großbritanniens strengstens verboten. Im Amtssitz des britischen Premiers galten andere Regeln. Dort feierte man munter Weihnachten – mit Häppchen und Gesellschaftsspielen.