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Innenminister Seehofer : Die Lage ist ernst, aber bewältigbar

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„Wir brauchen angesichts der Dimensionen des Migrationsphänomens Lösungen für ganz Deutschland und Europa“, schriebt Horst Seehofer in der F.A.Z. Bild: Reuters

Die politische Führung muss glaubhaft machen, dass die Bürger trotz Zuwanderung sich nicht sorgen müssen. Dafür braucht ein Bundesinnenminister das Recht zur Zurückweisung. Ein Gastbeitrag.

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          Deutschland steht vor schweren Entscheidungen. Entscheidungen, die wir treffen müssen, um das, was wir alle gemeinsam geschaffen haben, zu schützen. Der Zusammenhalt Europas steht auf dem Spiel, ebenso der Zusammenhalt in Deutschland. Die Lage ist ernst, aber sie ist bewältigbar. Ich will als Bundesinnenminister und als Vorsitzender der Koalitionspartei CSU in meiner Verantwortung für Deutschland und Europa darlegen, wie wir diese schwierige Zeit bewältigen können.

          Die bestehende Ordnung, die wir alle kennen und lieben, sie geht dem Ende zu und es entsteht eine neue Ordnung. Ich stimme Michael Stürmer zu: „Amerikas Jahrhundert ist noch nicht zu Ende, das chinesische Jahrhundert hat noch nicht begonnen. Ein Interregnum steht bevor. Nach aller Erfahrung sind solche Zeiten voller Gefahr, Drama und Konflikt. Eine ordnungsmäße freundschaftliche Machtübergabe wäre ein Novum in der Weltgeschichte. Die Konfrontation des Kalten Krieges mit abgezirkelten Frontlinien und vertragsmäßig gebändigten Konflikten, so zeigt sich heute, war die Ausnahme, nicht die Regel.“ Eine der wesentlichen Folgen der bestehenden Unordnung des Übergangs ist die Migration aus dem Nahen Osten und Afrika zu uns nach Europa. Sie hat Europa unvorbereitet getroffen. Die Deutschen sehen und spüren das im Alltag.

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