https://www.faz.net/-gpf-2rc0

G8-Gipfel : Schröder fordert Härte gegen Randalierer

  • Aktualisiert am

Polizei rechnet mit neuer Gewalt Bild: AP

Kein Pardon für Gewalttäter beim G8-Gipfel kennt der Bundekanzler

          1 Min.

          Zwei Tage vor dem G-8-Gipfel in Genua hat Bundeskanzler Gerhard Schröder ein hartes Vorgehen gegen gewalttätige Demonstranten gefordert. „Wer nur auf Randale aus ist, der kann und sollte nicht mit Nachsicht rechnen“, wird er in der Donnerstagsausgabe der „Bild“-Zeitung zitiert.

          Gegen gewalttätige Chaoten müsse mit der ganzen Härte des Gesetzes vorgegangen werden. „Reisenden Gewalttätern muss man durch frühzeitige Grenzkontrollen und durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Polizei und Sicherheitsbehörden das Handwerk legen“, fügte Schröder hinzu. Wer aber friedlich demonstrieren wolle, solle das tun, ohne sich von Randalieren missbrauchen zu lassen.


          Am Mittwoch war in Italien abermals eine Briefbombe explodiert. Eine Mitarbeiterin des Fernsehsenders von Ministerpräsident Silvio Berlusconi in Mailand erlitt Brandwunden an den Händen und Armen, als sie den Umschlag öffnete und der Sprengsatz detonierte. Schon am Montag war ein Mensch durch eine Briefbombe verletzt worden. Ein weiterer Sprengsatz konnte noch rechtzeitig entschärft worden.

          Strenge Sicherheitsvorkehrungen

          In Genua findet das Treffen der G8-Außenminister statt, bei dem unter anderem die umstrittenen Raketenabwehrpläne der Vereinigte Staaten und das Weltklima behandelt werden. Für den Gipfel gelten in Genua starke Sicherheitsvorkehrungen. Hunderte Menschen wurden aus Furcht vor gewaltsamen Protesten an der Einreise gehindert, Sicherheitskräfte riegelten die Altstadt weiträumig ab.

          Weitere Themen

          Trudeaus zweite Chance

          Nach der Wahl in Kanada : Trudeaus zweite Chance

          Der Premierminister geht geschwächt aus der Parlamentswahl in Kanada hervor: In konservativen Hochburgen holte Trudeaus Partei nicht einen einzigen Sitz – die politische Landkarte offenbart tiefe Risse.

          Topmeldungen

          Kurze und höchst umstrittene Amtszeit: Stefan Jagsch spricht vor dem Gemeinschaftshaus in Altenstadt-Waldsiedlung.

          Nur einen Monat im Amt : NPD-Ortsvorsteher nach Eklat abgewählt

          Die Wahl eines NPD-Parteimitglieds zum Ortsvorsteher im hessischen Ort Altenstadt hatte bundesweit für Empörung gesorgt. Nun wurde Stefan Jagsch wieder abgewählt. Er fechtet die Entscheidung an – und versammelt einige Unterstützer hinter sich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.