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G-8-Gipfelgegner : Widerstand als buntes Fest

  • Aktualisiert am

Ein Demonstrant in Hinter Bollhagen bringt es auf den Punkt Bild: dpa

In der Nacht auf Freitag hat sich die Situation um Heiligendamm weiter entspannt. Nur noch 750 Demonstranten hätten sich nahe dem G-8-Tagungsort versammelt, teilte die Polizei mit. Die Proteste glichen meist einem bunten Fest.

          In der Nacht hat sich die Situation rund um den Ort des G-8-Gipfels in Heiligendamm weiter entspannt. Nur noch 750 Demonstranten hätten sich nahe dem Tagungsort versammelt, teilte die Polizei-Sondereinheit Kavala gegen 4 Uhr mit. Die Stimmung sei friedlich. „Wir gehen auch davon aus, dass es eine ruhige Nacht bleibt“, sagte eine Sprecherin. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass irgendwelche Aktionen geplant sind.“

          Unterdessen erhöhte sich die Zahl der in Gewahrsam genommenen Demonstranten laut Polizei bis kurz vor Mitternacht auf 298. Festgenommen wurden 33 Demonstranten.

          Am Donnerstag hatten Gegner des G-8-Gipfels Zufahrten zu dem Ostseebadeort blockiert. Die Polizei setzte wieder Wasserwerfer ein. Vereinzelt flogen zwar Flaschen, über weite Strecken glichen die G-8-Proteste aber einem bunten Fest bei schönem Frühsommerwetter.

          160 NPD-Anhänger festgenommen

          Die Polizei hatte zwar am zweiten Gipfeltag mit zahlreichen, auch militanten Aktionen von Globalisierungskritikern gerechnet. Da es aber weitgehend friedlich zuging, hielt sich die Polizei zurück, obwohl Demonstranten eigentlich nicht einmal in Sichtweite des Sicherheitszauns kommen dürfen. „Wir setzten das Demonstrationsverbot ja nicht mit Brachialgewalt durch, solange es ruhig bleibt“, sagte eine Beamtin der Kavala. „Wir machen Straßen nur dann frei, wenn wir sie für uns, andere Transporte oder als Rettungswege brauchen.“

          In Rostock hat die Polizei unterdessen 160 mutmaßliche NPD-Anhänger festgenommen. Die Gruppe habe sich trotz eines Verbots der für Donnerstag angemeldeten NPD-Versammlung gegen den G-8-Gipfel am frühen Abend in der Hansestadt versammelt. Die Polizei löste die Versammlung auf und nahm 160 Teilnehmer fest, „die dem rechten Klientel zuzuordnen“ seien. Zu Gewalttätigkeiten kam es bei der verbotenen Kundgebung offenbar nicht.

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