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G-7-Gipfel : Jenseits der Alpen

Kompatible Interessen vor alpiner Kulisse - nicht nur in der Klimapolitik: EU-Ratspräsident Tusk mit den G-7-Vertretern Abe, Harper, Obama, Angela Merkel, Hollande, Cameron und Renzi sowie EU-Kommissionspräsident Juncker (v.l.) Bild: AP

Der G-7-Gipfel hat das Bewusstsein der Teilnehmer dafür geschärft, was sie miteinander verbindet. Wenn Nordamerikaner, Europäer und Japaner nur einig sind, können sie nach wie vor wichtige Impulse setzen.

          Das G-7-Treffen auf Schloss Elmau ist ertragreicher gewesen, Beispiel Klimapolitik, als viele frühere Weltwirtschaftsgipfel. Das ist nur zu begrüßen. Zudem fällt auf, dass angesichts von Unruhe und Aufruhr in vielen Teilen der Welt das Bewusstsein der Teilnehmer wieder schärfer dafür geworden ist, was sie miteinander verbindet: Zu den weitgehend kompatiblen Interessen kommen ähnliche Werte.

          Das ist nicht so banal, wie es sich vielleicht anhört. Und deswegen wird diese Gemeinschaft westlicher Demokratien nicht so bald das Zeitliche segnen, mögen sich die Teilnehmer auch manchen Spott anhören, von wegen „alt“ und so. Sie können nach wie vor wichtige Impulse für Weltwirtschaft und Weltpolitik setzen – wenn Nordamerikaner, Europäer und Japaner nur einig sind und sich von Differenzen im Detail nicht verrückt machen lassen.

          So ist es richtig, dass der Abschluss eines transatlantischen Handelsabkommens sogar beschleunigt werden soll. Ja, es gibt viel Skepsis dagegen, besonders in Deutschland. Die Befürworter müssen viel offensiver als bislang die Diskussion mit den Kritikern suchen.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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