https://www.faz.net/-gpf-8abgz

Fußball-Länderspiel : Das Signal

Kein Fußball auf diesem Rasen: Das Spiel ist abgesagt Bild: dpa

Die Absage des Länderspiels ist absolut berechtigt. Und doch darf es nicht Schule machen, dass der sogenannte „Islamische Staat“ oder seine Trittbrettfahrer den öffentlichen Terminplan bestimmen.

          1 Min.

          Es sollte ein Signal werden – und es wurde auch eins. Das Länderspiel in Hannover war nach dem Massenmord in Paris als Demonstration der Freiheit und des deutschen Staates im Angesicht des Terrors gedacht. Die ist nun ausgefallen – wegen einer konkreten Bedrohungslage. Eine solche Absage ist absolut berechtigt, hier zeigt sich die Schutzpflicht des Staates für eine Vielzahl von Menschen. Und doch darf es nicht Schule machen, dass der sogenannte „Islamische Staat“ oder seine Trittbrettfahrer den öffentlichen Terminplan bestimmen.

          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android
          Neue App Der TAG jetzt auch auf Android

          Das neue Angebot für den klugen Überblick: Die wichtigsten Nachrichten und Kommentare der letzten 24 Stunden – aus der Redaktion der F.A.Z. – bereits über 100.000 mal heruntergeladen.

          Mehr erfahren

          Dass auch Deutschland, das Land, in dem alle ihre Freiheit bei großem Wohlstand so ausleben können wie kaum irgendwo sonst, im Visier der islamistischen Fanatiker steht, war bekannt. Größere Anschläge sind bisher zum Glück gescheitert oder vereitelt worden. Der Staat muss dafür sorgen, dass es dabei bleibt und mehr noch – dass die Mörder unschädlich gemacht und zur Verantwortung gezogen werden. Hier und im Nahen Osten. Alle Bürger sind aufgefordert, der mörderischen Ideologie ihre Kultur der Freiheit entgegenzusetzen.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Sie verhandeln auf der roten Linie

          Doch wieder Brexit-Gespräche : Sie verhandeln auf der roten Linie

          London und Brüssel verhandeln nun doch weiter über eine künftige Partnerschaft. Aber reichen drei Wochen mehr Zeit aus, um die Gräben zu überwinden? Fest steht: EU-Chefunterhändler Michel Barnier hat wenig Spielraum.

          Keine Trump-Euphorie mehr in Kallstadt Video-Seite öffnen

          Heimatort der Großeltern : Keine Trump-Euphorie mehr in Kallstadt

          Anfangs sahen die Einwohner von Kallstadt in Rheinland-Pfalz die Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten mit großem Interesse, denn Trumps Vorfahren stammen aus dem Winzerdorf. Inzwischen scheint das Interesse allerdings erlahmt zu sein. Ein Stimmungsbild kurz vor der Präsidentenwahl Anfang November, bei der sich Trump zur Wiederwahl stellt.

          Topmeldungen

          Der britische Premierminister Boris Johnson in 10 Downing Street

          Doch wieder Brexit-Gespräche : Sie verhandeln auf der roten Linie

          London und Brüssel verhandeln nun doch weiter über eine künftige Partnerschaft. Aber reichen drei Wochen mehr Zeit aus, um die Gräben zu überwinden? Fest steht: EU-Chefunterhändler Michel Barnier hat wenig Spielraum.
          Mit einem Schild vor der Tür können Amerikaner ihre politischen Vorlieben ausdrücken.

          Durch Dörfer in Ohio : Von Tür zu Tür auf Stimmenfang

          Der Republikaner Rob Weber möchte für Ohio in den Kongress einziehen. Dafür sucht er den Kontakt zu den Wählern. Politisch steht er hinter Präsident Trump. Auf einen Corona-Schutz verzichtet er.
          Abschied vom Tennis: Julia Görges beendet ihre Karriere.

          Görges tritt ab : Die Nummer zwei und die Angst vor der Dürre

          Tennisspielerin Julia Görges stand stets ein wenig im Schatten von Angelique Kerber. Dabei war ihr Talent vergleichbar groß. Ihr abruptes Karriereende nährt die Angst vor einer langen Dürreperiode im deutschen Frauentennis.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.