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Vorwurf der Geldwäsche : Frühere Chefs der Vatikanbank vor Gericht

  • Aktualisiert am

Das Institut für Religionsarbeiten der päpstlichen Vatikanbank Bild: dpa

Intransparenz und Intrigen prägen seit Jahren die Vatikanbank. Nun müssen sich zwei ehemalige Chef der Bank vor Gericht verantworten. Es geht um Geldwäsche in Millionenhöhe.

          Zwei frühere Chefs der Vatikanbank müssen sich wegen Geldwäschevorwürfen vor Gericht verantworten. Italienische Medien berichteten am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft, dass sich der ehemalige Generaldirektor der Bank, Paolo Cipriani, und sein früherer Stellvertreter Massimo Tulli wegen der unklaren Herkunft von 23 Millionen Euro verantworten müssten. Demgegenüber wurde der frühere Bankenpräsident Ettore Gotti Tedeschi entlastet.

          Die Vatikanbank steht seit langem wegen ihrer Intransparenz und wegen zahlreicher Intrigen in der Kritik. Im Juni vergangenen Jahres setzte Papst Franziskus eine Kommission ein, die das Verhalten der Bank untersuchen und Vorschläge für Reformen vorlegen soll. Unmittelbarer Anlass waren die Geldwäscheermittlungen der italienischen Behörden. Cipriani und Tulli mussten Anfang Juli von ihren Posten zurücktreten.

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