https://www.faz.net/aktuell/politik/freiwilligendienste-ohne-humana-in-die-welt-1769203.html

Freiwilligendienste : Ohne Humana in die Welt

  • Aktualisiert am

Der Verein „Humana People to People Deutschland e.V.“ wird vorerst nicht als Entsendeorganisation im Programm „Weltwärts“ des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) anerkannt. Der Grund: mangelnde entwicklungspolitische Erfahrung, so ein BMZ-Sprecher.

          1 Min.

          Der Verein „Humana People to People Deutschland e.V.“ wird vorerst nicht als Entsendeorganisation im Programm „Weltwärts“ des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) anerkannt. Das sagte ein Sprecher von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. „Humana“ erfülle „derzeit nicht die Voraussetzungen“ für die Teilnahme an dem Programm, „vor allem weil es an ausreichender entwicklungspolitischer Erfahrung fehlt“, sagte er.

          Das 2008 eingerichtete Programm gibt jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren die Möglichkeit, Freiwilligendienst in Entwicklungsländern zu leisten. 192 Organisationen sind inzwischen als Entsendeorganisationen anerkannt. Bedenken gegenüber einer Aufnahme von „Humana“, das in Afrika Entwicklungshilfeprojekte betreibt, hatten zuletzt Grünen-Bundestagsabgeordnete geäußert. In ihrer Antwort auf deren Kleine Anfrage räumte die Bundesregierung im Dezember 2008 ein, dass bislang kein Antragsteller abgelehnt worden sei.

          Der Geschäftsführer des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags, Alexander Schudy, begrüßte die Entscheidung, da das BMZ so der „Sorgfaltspflicht gegenüber den jungen engagierten Freiwilligen nachgekommen“ sei. „Humana“ sei „unserer Meinung nach keine seriöse entwicklungspolitische Organisation“.

          Weitere Themen

          Verschwinden wird er sicher nicht

          FAZ Plus Artikel: Botschafter Melnyk : Verschwinden wird er sicher nicht

          Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk wird Deutschland zum Herbst verlassen. Zuletzt hat der Diplomat überzogen, stand in der Kritik. Gegenüber der F.A.Z. weist er die Vorwürfe von Antisemitismus und Polenfeindschaft zurück.

          Topmeldungen

          Warmes Wasser aus der Leitung könnte es mancherorts bald nicht mehr durchgängig geben.

          Drohender Gasmangel : Das große Frösteln beginnt

          Warmwasser morgens nur noch bis 8 Uhr, leer gefegte Regale für Brennholz und Kohle: Was der drohende Gasmangel für Verbraucher bedeutet – und wie sich Deutschland für den Winter rüstet.
          Andirj Melnyk in seinem Büro in der ukrainischen Botschaft in Berlin.

          Botschafter Melnyk : Verschwinden wird er sicher nicht

          Der ukrainische Botschafter Andrij Melnyk wird Deutschland zum Herbst verlassen. Zuletzt hat der Diplomat überzogen, stand in der Kritik. Gegenüber der F.A.Z. weist er die Vorwürfe von Antisemitismus und Polenfeindschaft zurück.
          Die Kosmonauten Oleg Artemjew, Denis Matwejew und Sergej Korssakow posieren auf der ISS mit der Flagge der selbsterklärten „Volksrepublik“ Luhansk.

          Russische Kosmonauten : Provokation auf der ISS

          Der Westen arbeitet in vielen Bereichen nicht mehr mit Russland zusammen. Eine Ausnahme ist die Internationale Raumstation. Doch nun gab es dort einen Zwischenfall.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.