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Freiwilligendienste : Ohne Humana in die Welt

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Der Verein „Humana People to People Deutschland e.V.“ wird vorerst nicht als Entsendeorganisation im Programm „Weltwärts“ des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) anerkannt. Der Grund: mangelnde entwicklungspolitische Erfahrung, so ein BMZ-Sprecher.

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          Der Verein „Humana People to People Deutschland e.V.“ wird vorerst nicht als Entsendeorganisation im Programm „Weltwärts“ des Bundesentwicklungsministeriums (BMZ) anerkannt. Das sagte ein Sprecher von Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. „Humana“ erfülle „derzeit nicht die Voraussetzungen“ für die Teilnahme an dem Programm, „vor allem weil es an ausreichender entwicklungspolitischer Erfahrung fehlt“, sagte er.

          Das 2008 eingerichtete Programm gibt jungen Menschen zwischen 18 und 28 Jahren die Möglichkeit, Freiwilligendienst in Entwicklungsländern zu leisten. 192 Organisationen sind inzwischen als Entsendeorganisationen anerkannt. Bedenken gegenüber einer Aufnahme von „Humana“, das in Afrika Entwicklungshilfeprojekte betreibt, hatten zuletzt Grünen-Bundestagsabgeordnete geäußert. In ihrer Antwort auf deren Kleine Anfrage räumte die Bundesregierung im Dezember 2008 ein, dass bislang kein Antragsteller abgelehnt worden sei.

          Der Geschäftsführer des Berliner Entwicklungspolitischen Ratschlags, Alexander Schudy, begrüßte die Entscheidung, da das BMZ so der „Sorgfaltspflicht gegenüber den jungen engagierten Freiwilligen nachgekommen“ sei. „Humana“ sei „unserer Meinung nach keine seriöse entwicklungspolitische Organisation“.

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