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Frauenquote : Ungebrochen, versprochen!

Vertrauenserklärungen der Kanzlerin sind so eine Sache. Frau von der Leyen hat Glück, dass die Wahl nahe ist und es in der Politik keine guten Feen gibt.

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          Das Vertrauen der Kanzlerin sei ungebrochen, sagt der Regierungssprecher. Nein, nicht das zu Uli Hoeneß, denn der hat jetzt auch Angela Merkel enttäuscht, wie alle, die sich je mit ihm fotografieren ließen. Die Kanzlerin vertraut weiterhin ihrer Arbeitsministerin, wobei man diese Aussage nicht zu persönlich nehmen sollte. Es handelt sich um eine politische Erklärung, die bedeutet, dass Frau von der Leyen wegen der Nummer mit der Frauenquote nicht entlassen wird. Und dass die Kanzlerin, anders als etwa Erika Steinbach, auch nicht ihren Rücktritt erwartet, was die Abgeordnete damit begründet, dass die Ministerin das „Vertrauen der eigenen Fraktion missbraucht“ habe.

          Doch sind auch Vertrauensbekundungen der Kanzlerin so eine Sache. Frau Merkel lässt ja nur etwas sagen, wenn sie es für nötig hält. Bekanntlich kam es nach solchen Erklärungen in dem einen oder anderen Fall zu einem abrupten Karriereende. Frau von der Leyen ist davor ziemlich sicher, so kurz vor der Wahl. Eine gute Fee aber dürfte die Kanzlerin wohl nicht fragen, wen sie opfern würde, wenn sie dafür Annette Schavan zurückbekäme.

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