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Frauenquote in der Schweiz : Mehr Frauen in die Chefetage

In den Chefetagen Schweizer Unternehmen soll es künftig ein Frauenquote geben - diese fällt allerdings sanfter aus als in anderen Ländern.

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          rit. ZÜRICH, 20. Juni. In den Chefetagen Schweizer Unternehmen soll es künftig ein Frauenquote geben. Diese fällt allerdings sanfter aus als in anderen Ländern. Börsennotierte Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sollen fortan mindestens 30 Prozent Frauen im Verwaltungsrat und mindestens 20 Prozent im Vorstand haben. Diesem Ansinnen der Schweizer Regierung hat die kleine Kammer des Parlaments (Ständerat) nun zugestimmt, nachdem im vergangenen Jahr bereits der Nationalrat sein Plazet gegeben hatte. Derzeit sind die Verwaltungsräte der größten Schweizer Unternehmen nur zu rund 20 Prozent mit Frauen besetzt. Auf den Vorstandsetagen sieht es noch schlechter aus: Dort sitzen lediglich 9 Prozent Frauen. Ob die neue Quote, die Teil einer größeren Aktienrechtsreform ist, nennenswerte Wirkung entfalten wird, ist offen. Denn den rund 200 betroffenen Unternehmen, die nach Inkrafttreten des Gesetzes fünf Jahre Zeit haben, die Vorgaben zu erfüllen, droht keine Strafe, wenn sie die Quoten nicht erreichen. Sie müssen lediglich im Geschäftsbericht begründen, warum sie das Ziel verfehlt haben und wie sie gedenken, den Frauenanteil zu erhöhen.

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