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Frankreich : Fünf Festnahmen nach Sprengsatzfund in Paris

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In der Nacht auf Dienstag wurde die Beleuchtung des Eiffelturms ausgeschaltet – in Gedenken an die Opfer von Marseille und Las Vegas. Bild: dpa

In einer Pariser Wohnanlage hat die Polizei mehrere einsatzbereite Bomben sichergestellt. Nun wurden fünf Verdächtige gefasst.

          Nach dem Fund von Sprengsätzen in einer Pariser Wohnanlage sind am Dienstag fünf Verdächtige festgenommen worden. Einer von ihnen sei den Behörden als „radikalisierte Person“ bekannt, sagte der französische Innenminister Gerard Collomb. „Wir befinden uns immer noch im Kriegszustand.“ Erst am Sonntag hatte ein offenbar islamistisch motivierter Angreifer in Marseille zwei junge Frauen erstochen.

          Aus Justizkreisen verlautete, bei den am Wochenende sichergestellten Sprengsätzen habe es sich offenbar um eine einsatzbereite, selbstgebaute Bombe gehandelt. Vier Gaszylinder seien im Eingang zu einem Gebäude im wohlhabenden 16. Bezirk von Paris entdeckt worden, berichtete die französische Zeitung „Le Monde“.

          An den Zylindern war demnach ein Handy befestigt, das als Zünder dienen sollte. Doch der Versuch – oder sogar mehrere Versuche – eine Explosion auszulösen, sei offenbar gescheitert. Fingerabdrücke auf den Gaszylindern hätten die Ermittler auf die Spur der mutmaßlichen Bombenbauer gebracht, berichtete „Le Monde“.

          Seit 2017 haben offenbar von der Extremistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) inspirierte Attentäter insgesamt mehr als 230 Menschen in Frankreich getötet. Seither gilt im ganzen Land eine erhöhte Alarmbereitschaft mit verstärkten Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Plätzen.

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