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Frankreich : Hollande verlangt Aufklärung über BND-Abhöraffäre

  • Aktualisiert am

Außenminister Laurent Fabius und Präsident François Hollande an diesem Donnerstag in Malta. Bild: AFP

Der Bundesnachrichtendienst soll den französischen Außenminister abgehört haben. Frankreichs Präsident verlangt, dass ihm darüber jetzt „alle Informationen zur Verfügung gestellt“ werden.

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          Der französische Präsident François Hollande hat von Deutschland Aufklärung über Angaben gefordert, sein Außenminister Laurent Fabius sei vom Bundesnachrichtendienst (BND) abgehört worden. „Wir verlangen, dass uns alle Informationen zur Verfügung gestellt werden“, sagte Hollande am Donnerstag während des EU-Afrika-Gipfels in Malta. „Es kann solche Praktiken zwischen Verbündeten nicht geben.“

          Er „wisse“ aber, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) „alles tun“ werde, um auf die Fragen Frankreichs zu antworten. Fabius hatte zuvor erklärt, Merkel habe ihm am Rande des Gipfels gesagt, ihrer Kenntnis nach sei es um eine „indirekte“ Maßnahme gegangen, „weil Personen abgehört wurden, die sich an mich gewendet haben könnten“.

          Am Mittwoch hatte das rbb-Inforadio berichtet, der BND habe neben internationalen Organisationen auch Fabius abgehört. Im Oktober war berichtet worden, der BND habe in Verbindung mit dem amerikanischen Geheimdienst NSA bis Ende 2013 Verbündete Deutschlands ausgespäht. Das Bundeskanzleramt hatte den BND daraufhin angewiesen, die Vorwürfe zu klären.

          Spähvorwürfe : BND soll deutschen Diplomaten ausgespäht haben

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