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Fraktur : Weiter so!

Eindeutig erweitert: Doch wie steht es um sein Bewusstsein? Bild: Wilhelm Busch

Denn nur mit erweiterten Flüchtlingen werden wir es schaffen.

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          Im Streit darüber, ob wir zu unseren Gästen selbst noch bei der Einführung in deutsche Leitkulturtechniken wie das Schunkeln eine Armlänge Abstand halten sollten, ist völlig untergegangen, dass die Kölner Oberbürgermeisterin die Debatte um einen weiteren wichtigen Begriff erweitert hat, nämlich um das Linksattribut „erweitert“. Sie sprach von der „Generation der erweiterten Männer“. Erweiterte Männer? Etwa jene, die ihr Leben lang zu viel Kölsch getrunken haben und darüber zu Großtrommelträgern geworden sind, wie sie die Lehre nach F.X. Mayr kennt?

          Da mussten selbst die Salon-Linken vom „Spiegel“ nachfragen, die sonst doch für alles Verständnis haben, vor allem für die Meinungen anderer Journalisten. Frau Reker erläuterte, dass sie damit die Männer meine, für die die Gleichberechtigung der Frau eine Selbstverständlichkeit sei. Es ging ihr also nicht um die relativ leichte Erweiterung des männlichen Körpers, sondern die viel schwerere – manche Feministinnen würden sagen: unmögliche – des männlichen Bewusstseins.

          Erst wenn man sich vor Augen führt, wie schwer es war und wie viele Jahrhunderte es in Deutschland dauerte, die eingeborenen Männer halbwegs dazu zu bringen, die Frauen als gleichberechtigt anzusehen und zu behandeln, wird einem so richtig klar, was wir uns mit der Umerziehung unserer Migranten vorgenommen haben. Dagegen war die Reeducation nach dem Kriege ein Klacks. Und selbst unsere eigene Umprogrammierung ist nach Meinung von Fachfrauen noch lange nicht abgeschlossen. Bei den jungen Herren aus Afrika und Arabien aber soll dafür eine Abendveranstaltung zum Artikel 3 und ein Schwimmbadverbot mit der Gelegenheit zum Nachdenken reichen?

          Doch wollen wir dem Beispiel unserer Kanzlerin folgen und auch nicht permanent Fragen stellen und Sorgen artikulieren. Hoffnungsvoll stimmt uns, dass wir es, wie man jetzt wieder öfter lesen kann, in Köln und anderen Hotspots nicht mit kriminellen Machos aus einer archaischen Wertewelt zu tun haben sollen, sondern mit edlen Wilden, die nur wegen unserer höchst unvollkommenen Willkommenskultur (Unterbringung in Massenunterkünften, fehlende sexualtherapeutische Behandlung, Hetze in der Presse) auf die schiefe Bahn geraten. Mancher von uns alleingelassener Migrant sucht auf ihr dann auf eigene Faust mit den dort zur Verfügung stehenden Mitteln sein Bewusstsein zu erweitern, auch wenn diese Integrationshilfen bei uns noch nicht alle zugelassen sind. Aber auch das wird sich sicher ändern, wo sich doch durch die Einwanderung so viel in unserem Land ändern wird, wie es uns die Kanzlerin verheißt.

          Wir müssen einfach unser weites Herz (Gauck) noch etwas weiter machen lassen. Mag Putin sein Reich um dröge Halbinseln erweitern: Wir erweitern unser Volk und unseren Schatz an Erfahrungen! Daher können wir allen Frauen und erweiterten Männern, ob geflüchtet oder nicht, nur zurufen: Weiter so!

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