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Forschung : Mit mehr Geld gegen BSE- und Creutzfeld-Jakob

  • Aktualisiert am

Die Bundesregierung verstärkt die Forschung zum Rinderwahnsinn und der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen.

          1 Min.

          Die Bundesregierung will die Erforschung der Rinderkrankheit BSE und der damit verwandten Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) beim Menschen enger vernetzen und stärker fördern.

          Das Bundeskabinett habe am Mittwoch beschlossen, in diesem und den kommenden Jahren jeweils bis zu 27 Millionen Mark für Grundlagen- und Anwendungsforschung bereit zu stellen, sagte Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) in Berlin.

          Diagnostik, Krankheitsverlauf, Therapien

          Schwerpunkte der wissenschaftlichen Arbeit seien die Diagnostik, der Verlauf der Krankheiten und die Entwicklung neuer Therapien. Ein wichtiges Ziel sei die Entwicklung neuer Testmethoden für BSE, die am lebenden Tier angewendet werden können. Wann mit deren Marktreife zu rechnen sei, konnte die Ministerin allerdings noch nicht sagen.

          Außerdem würden regelmäßige Treffen organisiert, auf denen die Wissenschaftler der unterschiedlichen Forschungsrichtungen über ihre Ergebnisse diskutieren könnten. Gefördert werden solle auch die Erforschung der Schafkrankheit Scrapie. Die Forschungsvorhaben von Bund, Ländern und anderen Staaten der Europäischen Union (EU) sollten besser koordiniert werden, um Überschneidungen zu vermeiden.

          Geld aus verschiedenen Ministerien

          Von den 27 Millionen Mark jährlich kämen 20 Millionen aus dem Haushalt des Forschungsministeriums, hieß es weiter. Etwa 3,5 Millionen Mark steuere das Bundesgesundheitsministerium und weitere drei Millionen das Verbraucherschutzministerium bei. Den Rest teilten sich Umweltschutz- und Arbeitsministerium.

          BSE steht im Verdacht, beim Menschen eine meist tödlich verlaufende neue Variante der CJK (nvCJK) auszulösen. Beide Erkrankungen befallen das Zentrale Nervensystem und bewirken einen allmählichen Verfall des Gehirns. Bulmahn zufolge wurden bislang 106 nvCJK-Erkrankungen in Europa registriert, die überwiegende Mehrzahl davon in Großbritannien. In Deutschland sei kein einziger Fall bekannt.

          Mit der Bestätigung eines dritten BSE-Falls in Sachsen-Anhalt am Mittwoch erhöhte sich die Zahl der infizierten Tiere bundesweit auf 67, wie das Landwirtschaftsministerium in Magdeburg mitteilte. Die höchste Zahl von BSE-Fällen gebe es mit 31 Fällen in Bayern, gefolgt von Niedersachsen (11 Fälle) und Schleswig-Holstein (6 Fälle).

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