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Forschung : Die Nobelpreise 2001

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Die Nobelpreise 2001 sind vergeben. Nach dem Testament Alfred Nobels mussten die Preisträger „der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“. FAZ.NET fügt die Preisträger und die Hintergründe für Sie zusammen.

          Die Nobelpreise sind vergeben. Nach dem Testament Alfred Nobels mussten die Preisträger „der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben“. FAZ.NET fügt die Preisträger und die Hintergründe für Sie zusammen.

          Literatur-Nobelpreis

          Seine lebenslange Suche nach den Mechanismen der modernen Welt hat V.S. Naipaul zum Literatur-Nobelpreis geführt. Die Königlich Schwedische Akademie würdigte den 69-jährigen britischen Autor als „literarischen Weltenumsegler“, dessen Werke die „Gegenwart verdrängter Geschichte“ sichtbar machten. Naipauls Novellen und Romane kreisen um Rassenfragen, postkoloniale Probleme und die Entwurzelung und Verlogenheit des Menschen.

          Wirtschaftswissenschaften

          Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2001 wurde an die drei amerikanischen Forscher George A. Akerlof (61), A. Michael Spence (58) und Joseph E. Stiglitz (58) vergeben. Die schwedische Akademie der Wissenschaften begründete ihre Entscheidung mit den Leistungen der Wissenschaftler bei der „Marktanalyse mit asymmetrischen Informationen“.

          Chemie

          Den Chemienobelpreis 2001 erhielten der Amerikaner William Knowles (St.Louis, Missouri), der Japaner Ryoji Noyori (Universität von Nagoya) und der Amerikaner K. Barry Sharpless (The Scripps Research Institute, Kalifornien) für die katalytische asymmetrische Synthese. Hinter diesen Chemie-Fremdworten verbirgt sich ein beispielsweise für die Medizin wichtiges Verfahren.

          Physik

          Mit Eric Cornell vom National Institute of Standards an Technology in Boulder, Carl Wieman von der University of Colorado und Wolfgang Ketterle vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) in Cambridge erhielten zwei Amerikaner und ein gebürtiger Deutscher den Physik-Nobelpreis 2001. Die Auszeichnung bekommen sie für eine Entdeckung aus dem Jahr 1995. Damals erzeugten sie den theoretisch schon in den zwanziger Jahren vorhergesagten Materiezustand Bose-Einstein-Kondensat - ein zusätzlicher, bisher wohl nur im Labor anzutreffender Aggregatzustand zu den altbekannten „fest“, „flüssig“, „gasförmig“ und „Plasma“.

          Medizin

          Der Amerikaner Leland Hartwell sowie die Briten Paul Nurse und Tim Hunt erhalten den Medizin-Nobelpreis 2001. Sie werden für ihre Forschung rund um den Zellzyklus ausgezeichnet. Zellen sind die Bausteine aller Lebewesen von Hefepilzen, Pflanzen, Tieren und Menschen. Sie erneuern sich regelmäßig. Abhängig von ihrer Größe teilen sie dabei ihr Erbgut ihren Tochterzellen mit. Der Prozess, der diesen Vorgang regelt, ist der Zellzyklus.

          Ig-Nobelpreis

          Nicht ganz so ernst wie die „echten“ Nobelpreise geht es bei der Auswahl und Verleihung des Ig-Nobelpreis zu. Jedes Mal kurz bevor das Nobel-Komitee in Stockholm die Träger der echten Auszeichnungen bekannt gibt, feiert ein Teil der wissenschaftlichen Welt an der US-Eliteuniversität Harvard in Cambridge die Ernennung der Ig-Nobelpreisträger (aus dem Englischen „ignoble“, etwa „unwürdig, unsinnig“).

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