https://www.faz.net/-gpf-7nxji

Förderung von Schiefergas : Umweltministerin Hendricks will Fracking verbieten

  • Aktualisiert am

Bundesumweltminister Barbara Hendricks Bild: dpa

In der Koalition droht ein Streit um die Förderung von Schiefergas auszubrechen. Unionsfraktionsvize Fuchs unterstützt das Fracking, doch Umweltministerin Hendricks will die Methode in Deutschland gesetzlich verbieten lassen.

          Bundesumweltministerin Barbara Hendricks hat der Förderung von Schiefergas aus tiefen Gesteinsschichten in Deutschland eine Absage erteilt. „Anders als die USA ist unser Land kleinräumig strukturiert und dicht besiedelt. Schon deswegen halte ich eine umweltverträgliche kommerzielle Anwendung der Fracking-Technologie bei uns für Wunschdenken“, sagte die SPD-Politikerin der „Passauer Neuen Presse“ (Dienstag). „Im Übrigen ist Fracking die falsche Antwort auf die Energiefrage. Eine Neuausrichtung unserer Energiepolitik sollte uns weg von fossilen Brennstoffen führen - unabhängig davon, woher sie kommen. Das ist nicht nur ein Gebot des Klimaschutzes, sondern macht uns auch unabhängiger von Importen.“

          Hendricks will Fracking gesetzlich verbieten. „Der Koalitionsvertrag ist da sehr klar: Trinkwasser und Gesundheit haben für uns absoluten Vorrang. Den Einsatz umwelttoxischer Substanzen lehnen wir ab. Das werden wir gesetzlich festschreiben.“

          Unionsfraktionsvize Michael Fuchs sprach sich hingegen für ein Fracking-Pilotprojekt aus. „Wir müssen endlich darüber nachdenken, Pilotvorhaben voranzubringen“, sagte der CDU-Abgeordnete den „Ruhr Nachrichten“ (Dienstag). Fracking dürfe nicht wie die Kernkraft zur Risikotechnologie abgestempelt werden. Die Diskussion über Fracking hatte sich zuletzt im Zuge der Debatte um die Abhängigkeit von russischem Erdgas wieder verstärkt.

          Weitere Themen

          Kurz versichert Stabilität – aber bleibt er Kanzler? Video-Seite öffnen

          Regierungskrise in Österreich : Kurz versichert Stabilität – aber bleibt er Kanzler?

          Alle Minister der FPÖ waren im Zuge der Ibiza-Video-Affäre aus der Koalition mit Kurz' ÖVP ausgetreten; die für sie nachgerückten Experten wurden nun von Präsident Alexander Van der Bellen in ihre Ämter eingeführt. Dennoch versichert Kurz, dass die Regierungsstabilität keinesfalls gefährdet sei.

          Trump bricht Treffen mit Pelosi ab

          Streit mit Demokraten : Trump bricht Treffen mit Pelosi ab

          Donald Trump hat Gespräche mit den Demokraten über ein billionenschweres Infrastrukturprojekt vorzeitig abgebrochen. Er fordert, die Ermittlungen gegen ihn zu beenden. Zuvor hatte Nancy Pelosi ihm einen Vertuschungsversuch vorgeworfen.

          Kurz regiert mit Interimskabinett weiter Video-Seite öffnen

          Neue Minister wurden vereidigt : Kurz regiert mit Interimskabinett weiter

          Im Zuge des Video-Skandals um den FPÖ-Politiker Heinz-Christian Strache und des Austretens der rechtspopulistischen Partei aus der Regierung, vereidigte Van der Bellen die neuen Minister für das Innen-, Außen-, Verteidigungs-, Verkehrs- und Sozialressort.

          Topmeldungen

          Wer drehte das Ibiza-Video? : Ein Wiener Anwalt und seine Mandanten

          Das heimlich aufgenommene Video, das die FPÖ-Politiker Strache und Gudenus die Karriere kostete und Österreichs Regierung zu Fall brachte, läuft inzwischen unter dem Rubrum „Ibiza-Gate“. Die Hinweise auf Mittelsmänner verdichten sich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.