https://www.faz.net/-gpf-8cqjp

Wegen Flüchtlingskrise : Mehr deutsche Entwicklungshilfe für Türkei

  • Aktualisiert am

Flüchtlingslager für Syrer im Südosten der Türkei (Archivbild) Bild: dpa

Mehr als zwei Millionen Syrer leben in türkischen Flüchtlingslagern. Damit weniger nach Europa weiterziehen, will die Bundesregierung die Bedingungen vor Ort verbessern.

          Angesichts der andauernden Flüchtlingskrise stockt die Bundesregierung die Entwicklungshilfe für die Türkei auf. „Wir werden unsere Zusammenarbeit mit der Türkei in diesem Jahr noch einmal von 36 Millionen auf 50 Millionen Euro ausbauen“, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der Zeitung „Bild am Sonntag“. Er äußerte sich vor einem für Dienstag geplanten Besuch in der Türkei.

          Vor allem im türkischen Grenzgebiet solle mit dem frischen Geld in Schulen, berufliche Ausbildungen und die Stärkung der kommunalen Infrastruktur investiert werden, sagte Müller. Die Türkei habe inzwischen zweieinhalb Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen. „Wir müssen den Menschen dort Perspektiven geben, und dazu leisten wir unseren Beitrag“, sagte der Minister.

          Flüchtlinge sollen nicht weiterziehen

          Die Türkei ist das wichtigste Transitland für viele Flüchtlinge auf ihrem Weg nach Europa. Ende November vereinbarte die Europäische Union mit Ankara einen Aktionsplan zur Bewältigung der Krise. Unter anderem im Gegenzug für drei Milliarden Euro verpflichtete sich die Türkei darin, Flüchtlinge nicht länger ungesteuert in Richtung EU ziehen zu lassen. Die Umsetzung stockt aber.

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Weitere Themen

          Volksparteien verlieren Mehrheit im Parlament

          Europawahl : Volksparteien verlieren Mehrheit im Parlament

          Im Europaparlament werden Christ- und Sozialdemokraten sich erstmals einen Partner suchen müssen. Die Rechte geht aus der Wahl gestärkt hervor, aber die eigentliche Überraschung liegt woanders.

          Bremer SPD nach Wahldebakel zerknirscht Video-Seite öffnen

          Historische Niederlage für SPD : Bremer SPD nach Wahldebakel zerknirscht

          Die SPD hat Prognosen zufolge ihre jahrzehntelange Vorherrschaft in Bremen an die CDU verloren. Bei der Bürgerschaftswahl am Sonntag wurden die Christdemokraten zum ersten Mal in der Geschichte des Bundeslands stärkste Kraft, wie Prognosen zeigten.

          Topmeldungen

          Trauer und Jubel in Berlin : Den Grünen gehen die Superlative aus

          Während bei den Grünen die Freude über die Wahlergebnisse in Europa und in Bremen „wahnwitzig“ groß ist, ist die Stimmung bei der Union schon vor der Verkündung der Prognosen auf dem Tiefpunkt. Und bei der SPD wackelt die Parteichefin nach dem Doppeltiefschlag.

          SPD-Debakel in Bremen : Untergang an der Weser

          In Bremen ist das Historische geschehen: Zum ersten Mal seit 73 Jahren liegt die CDU vor der SPD, die ihr schlechtestes Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik verkraften muss. Wie soll sie aus diesem Tief wieder herauskommen?

          Nach SPD-Debakel : Lauterbach für Rot-Rot-Grün in Bremen und im Bund

          Die SPD hat ein historisches Wahldebakel erlitten. Trotzdem sei nicht die Zeit für Personaldebatten um Nahles, sagt SPD-Politiker Karl Lauterbach. Dafür fordert er mehr Umweltbewusstsein in seiner Partei – und Mut zu neuen Bündnissen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.