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Seit Jahresbeginn : 665 Straftaten gegen Asylunterkünfte

  • Aktualisiert am

Das Dach einer geplanten Asylunterkunft in Tröglitz, die im vergangenen Jahr angezündet wurde. Bild: dpa

Brandstiftungen, Sprengstoffexplosionen, Sachbeschädigungen: Seit Beginn des Jahres hat das Bundeskriminalamt mehr als 600 Straftaten gezählt, die sich gegen Asylunterkünfte richten.

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          Trotz stark zurückgegangener Flüchtlingszahlen sind Asylunterkünfte weiterhin oft Ziel rechter Angriffe in Deutschland. Im laufenden Jahr seien bisher bundesweit 665 Straftaten gezählt worden, die sich gegen Asylunterkünfte richteten, teilte das Bundeskriminalamt (BKA) am Dienstag in Wiesbaden mit. In 613 Fällen seien rechtsmotivierte Täter für die Übergriffe verantwortlich gewesen.

          Die Behörde geht von 118 Gewaltdelikten aus, die die Unterkünfte trafen, darunter 55 Brandstiftungen, 9 Vergehen gegen das Sprengstoffgesetz und 4 Fälle von Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion. In 262 Fällen wurden Sachbeschädigungen begangen, in 148 Propagandadelikte wie das Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

          Im gesamten Jahr 2015 waren 1031 Delikte registriert worden, fünfmal mehr als im Jahr zuvor. Nun teilte die Behörde den Stand bis 1. August mit. Ende Juni hatte BKA-Chef Holger Münch berichtet, der Anstieg der Zahlen sei zuletzt zwar etwas abgeflacht, Grund zur Entwarnung gebe es aber nicht. Insgesamt gebe es ein „bedrohliches Ausmaß an rechter Gewalt“.

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