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Flüchtlingskrise : Österreich stoppt Zugverkehr nach Ungarn

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Mehr Unterstützung für ehrenamtliche Helfer

Die Bundesintegrationsbeauftragte Aydan Özoguz (SPD) kündigte an, die ehrenamtliche Arbeit für Flüchtlinge in Deutschland Mit 3,5 Millionen Euro zu unterstützen. Diese Anschubfinanzierung solle helfen, in diesem und dem kommenden Jahr Ehrenamtliche von den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrtspflege zu qualifizieren und Flüchtlingsprojekte zu fördern, sagte die Staatsministerin am Donnerstag beim Besuch eines entsprechenden Projekts in Berlin. „Angesichts der hohen Flüchtlingszahlen stoßen Freiwillige zunehmend an ihre Grenzen. Viele Ehrenamtliche engagieren sich erstmals in ihrem Leben, es fehlt ihnen zudem an einer Einarbeitung in ihre Tätigkeit“, hieß es zur Begründung. „Wir müssen aufpassen, dass wir die vielen Freiwilligen nicht überfordern“, sagte Özoguz.

In der ARD betonte die Integrationsbeauftragte: „Ich habe alle Restmittel, die mir noch zur Verfügung stehen, zusammengekratzt, und das geben wir heute den Verbänden, die das organisieren.“ Auch der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW), Rolf Rosenbrock, betonte, es sei „wichtig, dass wir die Ehrenamtlichen begleiten, damit aus der manchmal spontanen Idee zu unterstützen auch nachhaltiges Engagement wird“.

UN beraten über Einsätze gegen Schleuser

In New York begannen derweil im UN-Sicherheitsrat Beratungen über eine Resolution, die es Europa erlauben würde, Marine-Einheiten gegen Schleuser auf hoher See einzusetzen. Ein entsprechender Resolutionsentwurf sei derzeit allein unter den fünf Vetomächten und den betroffenen europäischen Ländern im Umlauf, sagten UN-Diplomaten. Die übrigen Mitglieder des Sicherheitsrates sind bislang noch nicht in den Prozess einbezogen.

Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin, der im September den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat innehat, äußerte sich zuversichtlich, dass eine entsprechende Resolution noch in diesem Monat verabschiedet werden könne. Die neue Resolution würde es den Europäern erlauben, verdächtige Schiffe zu betreten und zu inspizieren. Würden dort Flüchtlinge angetroffen, würden sie versorgt und nach Italien gebracht. Die Schleuserboote würden beschlagnahmt und zerstört, die Schleuser festgenommen.

Die argentinische Staatschefin Cristina Fernández de Kirchner kritisierte unterdessen die Flüchtlingspolitik der EU und der Bundesregierung. „Ich möchte nicht diesen Ländern des Nordens ähneln, die Einwanderer abschieben und Kinder am Strand ertrinken lassen", sagte die Präsidentin am Donnerstag und bezeichnete ihrerseits Argentinien als Einwandererland. „Ich möchte niemandem ähneln, der einem 15-jährigen Mädchen sagt, es könne nicht dort zur Schule gehen, wo es lebt, und müsse gehen“, sagte Kirchner unter Bezug auf eine junge Palästinenserin, die Merkel in einem Bürgergespräch von ihrem Schicksal berichtet hatte.

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