https://www.faz.net/-gpf-8ao7o

Wegen starker Zuwanderung : Norwegen kontrolliert Fähren aus Deutschland auf Flüchtlinge

  • Aktualisiert am

Flüchtlinge und andere Reisende besteigen im September in Kiel eine Fähre in Richtung Göteborg Bild: dpa

Die norwegische Regierung will, dass weniger Flüchtlinge ins Land kommen. Nun werden Fährschiffe stärker kontrolliert. Zudem sollen Anzeigen in afghanischen Zeitungen die Menschen fernhalten.

          1 Min.

          Norwegen kontrolliert Fähren aus Deutschland, Dänemark und Schweden seit Donnerstag verschärft auf Flüchtlinge. Auf den Schiffen soll nach offiziellen Angaben systematisch die Identität der Fahrgäste festgestellt werden. Die norwegische Regierung schaltet zudem Anzeigen in afghanischen Zeitungen, in denen versucht wird, die dort lebenden Menschen von einem Asylantrag in Norwegen abzuhalten.

          „Die Menschen sollen davon überzeugt werden, nicht ihre gesamte Habe zu verkaufen und sich in die Hände von Schleusern zu begeben“, sagte der Staatssekretär im norwegischen Justizministerium, Joeran Kallmyr. „Sie riskieren, in das Land zurückgeschickt zu werden, aus dem sie kommen.“ Zuletzt kamen in Norwegen mehr Asylbewerber aus Afghanistan als aus Syrien an.

          Die Regierung in Oslo befürchtet, dass sich die Zuwanderung von Flüchtlingen Richtung Norwegen noch weiter verstärken könne, weil das Nachbarland Schweden angekündigt hat, Flüchtlinge vermehrt abzuweisen. Der schwedische Ministerpräsidenten Stefan Löfven hatte am Dienstag gesagt, sein Land könne Asylbewerber „nicht länger auf dem bisherigen Niveau aufnehmen“.

          Weitere Themen

          Geschichten der Ohnmacht

          Assads Vormarsch in Idlib : Geschichten der Ohnmacht

          Die syrischen Truppen rücken in Idlib ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung vor. Die Türkei hält mit Unterstützung für die Rebellen dagegen – aber nur, solange das Moskau nicht zu sehr verärgert.

          CDU in Hamburg nur noch auf Platz 3 Video-Seite öffnen

          Drohendes Wahldebakel : CDU in Hamburg nur noch auf Platz 3

          Der Hamburger CDU-Spitzenkandidat Marcus Weinberg hat es schwer, die rotgrüne Koalition mit einem inhaltlichen Wahlkampf in Bedrängnis zu bringen. Aktuelle Umfragen sehen seine Partei nur noch auf dem dritten Platz in der Hansestadt

          Topmeldungen

          Markus Söder vor der CSU-Vorstandssitzung am 17. Februar in München

          CDU-Vorsitz : Kein Reißer in Sicht

          In der CSU löst keiner der möglichen Kandidaten für den CDU-Vorsitz Begeisterung aus. Muss doch noch Markus Söder ran?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.