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Kampf gegen Schleuserbanden : Nato beschließt Flüchtlingseinsatz in der Ägäis

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Von Schleppern übers Mittelmeer geschleust: Flüchtlinge auf der griechischen Insel Lesbos Bild: AP

Die Nato-Mitgliedstaaten haben einer Marine-Mission in der Ägäis zugestimmt, die das Vorgehen gegen Schlepper unterstützen soll. Nach Angaben von Verteidigungsministerin von der Leyen wurde die Nato-Führung beauftragt, mit den militärischen Planungen beginnen.

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          Die Nato hat einen Marine-Einsatz unter deutscher Führung zur Überwachung der Flüchtlingsbewegungen in der Ägäis beschlossen. Ziel sei auch, Schlepperbanden zu stoppen, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Treffen mit ihren Kollegen am Donnerstag in Brüssel. „Entscheidend ist, dass wir jetzt schnell handeln.“

          Die Entscheidung der Allianz ist ein Grundsatzbeschluss – Details sollen noch geplant werden. Ein von Deutschland geführter Nato-Verband mit fünf Schiffen liegt zurzeit in Zypern und könnte binnen weniger Tage in der Ägäis sein.

          Zuvor hatte es nach Angaben aus Regierungskreisen eine Einigung zwischen der Türkei, Griechenland und Deutschland auf den gemeinsamen Einsatz im Rahmen der Militärallianz gegeben. Die Schiffe sollen demnach Flüchtlingsboote aufspüren und den türkischen Behörden mitteilen. Die türkische Küstenwache soll dann gegen die Schlepper an Land vorgehen, die Boote auf See stoppen und die Flüchtlinge in die Türkei zurückbringen.

          Die Nato selbst hat dafür keinen Auftrag. Die Türkei ist den Angaben zufolge bereit, von der Nato entdeckte oder aus Seenot gerettete Flüchtlinge wiederaufzunehmen.

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