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Nach Kämpfen in Aleppo : Türkischer Vize-Regierungschef Kurtulmus stellt Grenzöffnung in Aussicht

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Völlig erschöpft: Syrische Flüchtlinge am Samstag am syrisch-türkischen Grenzübergang Bab-al-Salam Bild: AP

Trotz Winterkälte verwehrt die Türkei weiter Zehntausenden syrischen Bürgerkriegsflüchtlingen aus dem umkämpften Aleppo den Einlass. Jetzt sagt Vize-Regierungschef Kurtulmus, die Türkei werde die Flüchtlinge nicht dem Tod überlassen.

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          Der türkische Vize-Regierungschef Numan Kurtulmus hat eine Öffnung der Grenze für die tausenden wartenden Flüchtlinge aus Syrien in Aussicht gestellt. Die Türkei sei zwar am Limit ihrer Aufnahmekapazität, sagte Kurtulmus am Sonntag dem Sender CNN-Türk. Doch letztendlich könnten die Flüchtlinge nirgends hingehen.

          Wenn Ankara die Grenzen nicht öffne, seien sie den Bombenangriffen und dem Tod ausgeliefert. „Wir sind nicht in der Position ihnen zu sagen, dass sie nicht kommen sollen. Wenn wir das täten, würden wir sie dem Tod überlassen“, sagte der stellvertretende Regierungschef.

          Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan hatte zuvor erklärt, sein Land wolle die an der Grenze festsitzenden syrischen Flüchtlinge aus der umkämpften Provinz Aleppo „wenn nötig“ aufnehmen.

          Türkei rechnet mit rund 70.000 Flüchtlingen aus Nordsyrien

          In den vergangenen Tagen flohen Zehntausende Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, vor den von der russischen Luftwaffe unterstützten Angriffen der Regierungstruppen auf die Großstadt Aleppo in Nordsyrien. Nach unterschiedlichen Angaben harren zwischen 30.000 und 50.000 Menschen in der Nähe der syrischen Stadt Asas aus.

          Die Türkei rechnet mit bis zu 70.000 Menschen aus Nordsyrien, die vor den Kämpfen in der Region Aleppo fliehen

          Die türkische Führung rechnet laut Medienberichten mit rund 70.000 Schutzsuchenden aus Nordsyrien. Der türkische Grenzübergang Öncüpinar gegenüber vom syrischen Grenzort Bab al-Salama war am Sonntagnachmittag jedoch weiter geschlossen. Die Flüchtlinge harrten dort bei Kälte und Regen aus. Einige türkische Lastwagen brachten dringend benötigte Nahrungsmittel über die Grenze nach Syrien.

          UN: Lage an der Grenze schwierig

          Eine Sprecherin des UN-Nothilfebüros Ocha in Amman beschrieb die Bedingungen an der Grenze als schwierig. „Es ist kalt, es regnet und die Menschen haben Mühe, Unterschlupf zu finden“, sagte sie am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur am Telefon. Das größte Problem sei die medizinische Versorgung. Infrastruktur sei durch Luftschläge zerstört worden.

          Die syrische Armee war in den vergangenen Tagen unterstützt durch russische Luftangriffe nördlich der Großstadt Aleppo vorgerückt. Die Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad schnitten die wichtigste Nachschubroute der Rebellen zur türkischen Grenze ab. Der Westen macht vor allem Syrien und Russland für die prekäre Lage in Nordsyrien verantwortlich.

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