https://www.faz.net/-gpf-89n0g

Einwanderung : Kanzlerin rechnet mit einer Million Flüchtlingen

Prognose erhöht: Bundeskanzlerin Merkel erwartet mehr Flüchtlinge. Bild: dpa

Auch Kanzlerin Merkel erwartet mittlerweile, dass in diesem Jahr insgesamt eine Million Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Das berichtet die F.A.S. Bei einem Treffen mit europäischen Spitzenpolitikern soll sie gedroht haben, die Grenzen zu schließen.

          Kanzlerin Angela Merkel hat erstmals die bisherige Prognose der Bundesregierung korrigiert, wonach in diesem Jahr 800.000 Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) unter Berufung auf Teilnehmerkreise berichtet, sagte Merkel beim Sondertreffen zur Situation auf der Westbalkan-Route am vorigen Sonntag, dass Deutschland in diesem Jahr eine Million Flüchtlinge bekommen werde.

          Thomas Gutschker

          Redakteur im Ressort Politik in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Merkel beschrieb demnach die Lage mit drastischen Worten. Die Bundespolizei sage ihr wegen der Verhältnisse an der Grenze zu Österreich: „Wir saufen ab.“ Niemand könne erwarten, dass Deutschland jeden aufnehme. Wie die F.A.S. weiter schreibt, stellte die Kanzlerin den anderen Regierungschefs ein Ultimatum: „Wir müssen uns heute auf Maßnahmen einigen, damit wir die Grenzen nicht schließen müssen.“

          Nach stundenlangen Diskussionen einigten sich die versammelten Regierungschefs schließlich auf einen 17-Punkte-Plan, der mehr Aufnahmekapazitäten in ihren Ländern, verstärkte Kontrollen an den Außengrenzen und ein Ende des ungesteuerten Durchwinkens von Flüchtlingen vorsieht.

          Zahl auch von Gabriel prognostiziert

          Mitte September hatte schon der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel die zu erwartenden Asylanträge in diesem Jahr auf diese Höhe prognostiziert. Er rechne für das laufende Jahr mit der Ankunft von einer Million Flüchtlingen in Deutschland, schrieb Gabriel in einem Brief an die SPD-Mitglieder. „Vieles deutet daraufhin, dass wir in diesem Jahr nicht 800.000 Flüchtende aufnehmen, wie es das Bundesinnenministerium prognostiziert hat, sondern eine Million.“

          Weitere Themen

          „Verdienter Dank blieb aus“ Video-Seite öffnen

          Videokommentar zum CSU-Parteitag : „Verdienter Dank blieb aus“

          Horst Seehofer ist für seine Verdienste nicht ausreichend von der CSU gewürdigt worden, analysiert F.A.Z.-Korrespondent Timo Frasch. Warum Markus Söder den Funken nicht auf die Delegierten übertragen konnte und die Euphorie verhalten ausfiel, sehen Sie jetzt im Videokommentar.

          Auch Söder nicht unumstritten Video-Seite öffnen

          CSU weiter gespalten : Auch Söder nicht unumstritten

          Die CSU hat Markus Söder mit einem Dämpfer zu ihrem neuen Parteivorsitzenden gewählt. Der 52-Jährige erhielt am Samstag auf einem Parteitag in München 87,4 Prozent der Stimmen. Damit lag er unter der eigens gesteckten Zielmarke.

          Topmeldungen

          Will sich über Social-Media-Kanäle in China einen Namen machen: die Seniorin Wang Jinxiang bei einer Aufnahme in Peking.

          Hinter der Mauer : So anders ist das Internet in China

          In keinem Land der Welt sind so viele Menschen online wie im Reich der Mitte. Sie nutzen das Internet meist viel intensiver – doch sie sehen ein komplett anderes als wir in Europa.
          Jetzt auch in Stuttgart angekommen: Bürger mit Gelbwesten demonstrieren gegen Fahrverbote für den Diesel.

          Demo in Stuttgart : „Ja zum Diesel“

          In Stuttgart haben rund 700 Menschen gegen das Fahrverbot für ältere Diesel demonstriert – und die Landesregierung damit in Sorge versetzt.
          Torschütze in der Jubeltraube: Axel Witsel (Mitte) erzielte den wichtigen Treffer für den BVB.

          1:0 in Leipzig : Dortmund macht völlig unbeeindruckt weiter

          Winterpause? Egal. Druck von den siegreichen Bayern? Egal. Borussia Dortmund bleibt mit sechs Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze der Bundesliga. In Leipzig kommt es zu einer spektakulären Schlussphase.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.