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In Notunterkunft : Massenschlägerei unter Flüchtlingen in Leipzig

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Polizeiwagen stehen vor der Messehalle 4 in Leipzig, in der es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam. Bild: dpa

Der soziale und emotionale Druck unter Flüchtlingen ist hoch. Rund 1800 Flüchtlinge leben seit gut zwei Wochen in einer Leipziger Messehalle, nun kam es zu einer Massenschlägerei. Auch zwei DRK-Mitarbeiterinnen wurden verletzt.

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          Sich auf der Flucht befinden und in Notunterkünften mit vielen unterschiedlichen Menschen auf engem Raum hocken; das erzeugt sozialen Druck bis es zuweilen platzt. Nun ist es in der Leipziger Messehalle zu einer Massenschlägerei gekommen. An der Auseinandersetzung in der umfunktionierten Halle sind etwa 100 bis 200 Syrer und Afghanen beteiligt gewesen, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag in Leipzig.

          Die Menschen gingen am Donnerstagabend mit Latten, Tischbeinen, Bettgestellen und Ästen aufeinander los. Die genaue Zahl der Verletzen war laut Polizei am Freitag noch unklar.

          Mitarbeiterinnen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), das die  Erstaufnahmeeinrichtung in Leipzig betreibt, mussten vor der aufgebrachten Menge flüchteten. Eine der Frauen stürzte bei der Flucht und brach sich eine Kniescheibe, eine zweite Frau erlitt einen Schock. Die Mitarbeiterinnen befinden sich nun in ärztlicher Behandlung.

          Anlass der Streitigkeiten soll die Bedrohung eines elf Jahre alten syrischen Mädchens mit dem Messer durch einen jugendlichen Afghanen gewesen sein. Während der gewalttätigen Auseinandersetzung gingen Beteiligte laut Polizei auch gegen das in der Messehalle anwesende Wachpersonal vor sowie dort tätige Bundeswehrsoldaten. Verletzt wurden diese den Angaben nach aber nicht.

          Die Polizei nahm bei den Ausschreitungen sechs Afghanen in Gewahrsam, gegen die nun wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs ermittelt wird. Zudem geht die Polizei einer Anzeige wegen Nötigung mit dem Messer gegen das Mädchen nach. Dazu kommen Anzeigen wegen Körperverletzung und Handy-Diebstahls.

          Erst mit einem Großaufgebot hat die Polizei die Situation unter Kontrolle gebracht. In der Messehalle sind bisher über 1800 Menschen untergebracht.

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