https://www.faz.net/-gpf-8dtuq

Manfred Weber : „Jeder Staat soll tausend Flüchtlinge aufnehmen“

Ein Kind aus Aleppo durchsucht eine Mülltonne in der türkischen Stadt Gaziantep. Bild: AFP

Der stellvertretende CSU-Chef Weber fordert in der F.A.S. Hilfe für die Zehntausenden Flüchtlinge an der türkisch-syrischen Grenze. Die Umsiedlung in die Europäische Union müsse sofort beginnen.

          1 Min.

          Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Manfred Weber hat alle EU-Staaten aufgefordert, Kriegsflüchtlinge aus Aleppo aufzunehmen. „Wir sollten sofort ganz praktisch mit der Umsiedlung einer begrenzten Gruppe beginnen. Jedes EU-Mitglied könnte zum Beispiel einmalig tausend Flüchtlinge aus Aleppo aufnehmen, um einen Anfang zu machen“, sagte Weber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Thomas Gutschker
          Politischer Korrespondent für die Europäische Union, die Nato und die Benelux-Länder mit Sitz in Brüssel.

          Weber führt die EVP-Fraktion, die größte Gruppe im Europäischen Parlament. Er war in der vergangenen Woche zu politischen Gesprächen in Ankara. Gegenüber der F.A.S. begründete Weber seinen Vorschlag so: „Wir können nicht die Türkei auffordern, Flüchtlinge aus Syrien ins Land zu lassen, und gleichzeitig verlangen, dass kein einziger davon nach Europa kommt.“

          Flüchtlingskrise : Gabriel will mit Türkei kooperieren

          An der Grenze zur Türkei warten 30.000 Menschen, die vor den jüngsten Kämpfen aus dem Raum Aleppo geflohen sind. Die Bundesregierung arbeitet mit mehreren EU-Staaten an einem Plan, Flüchtlinge direkt aus der Türkei aufzunehmen. Im Gegenzug soll Ankara Migranten zurücknehmen, die illegal über die Ägäis nach Griechenland kommen.  

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Nimm hin das EU-Geld: Kommissionspräsidenten Ursula von der Leyen mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

          Milliarden von der EU : Die Zeichen stehen auf Schuldenunion

          Der Wiederaufbaufonds der EU setzt Fehlanreize – denn an Kontrolle und Tilgung gibt es kein Interesse. Für die Befürworter vergemeinschafteter Schulden ist das Kalkül.
          Vom Enkel bis zum Rentner: Altersvorsorge ist ein Thema für das ganze Leben

          Deutschland-Rente : Ein Aktienfonds für alle

          Der Riester-Rente droht das Aus. Stattdessen könnte bald ein Konzept verwirklicht werden, das schwarz-grüne Regierungen mögen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.