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Kommentar : Übertriebene Überfremdungsangst

Die Studie „Migration und Integration“ kommt zur rechten Zeit. Denn was die Wissenschaftler über die Einwanderung nach Deutschland herausgefunden haben, könnte manche Überfremdungsangst dämpfen.

          Die Studie „Migration und Integration“ kommt zur rechten Zeit, und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn was die Wissenschaftler über die Quantität und Qualität der Einwanderung in die Bundesrepublik Deutschland herausgefunden haben, könnte manche Überfremdungsangst dämpfen.

          Ob Gastarbeiter, Spätaussiedler, Einwanderer aus der EU oder Drittstaaten – 2014 hatte bei einer Gesamtbevölkerung von 80 Millionen jeder Fünfte ausländische Wurzeln. Diese Menschen ohne massive soziale und politische Verwerfungen in den Arbeitsmarkt integriert zu haben kann sich die deutsche Gesellschaft nicht hoch genug anrechnen.

          Von den Einwanderern der ersten und zweiten Stunde müsste jetzt die Botschaft an die jüngst nach Deutschland gekommenen Schutzsuchenden ausgehen, dass nichts so sehr über den Integrationserfolg entscheidet wie Bildung beziehungsweise Lernbereitschaft. Wen es aber dereinst wieder in seine Heimat zieht, der sollte Deutschland als eine Bildungsrepublik in Erinnerung behalten können. Eine bessere Entwicklungshilfe gibt es nicht.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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