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F.A.Z. exklusiv : Ohne Erfüllung der Bedingungen keine Reisefreiheit für die Türkei

  • Aktualisiert am

Recep Tayyip Erdogan und Jean Claude Juncker im Oktober letzten Jahres in Brüssel. Bild: dpa

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker warnt den türkischen Präsidenten Erdogan davor, das Flüchtlingsabkommen zu brechen. Ansonsten stehe die Reisefreiheit für Türken auf der Kippe.

          EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat den türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan gewarnt, dass es zu einer Aufhebung der Visumpflicht für türkische Bürger bei Reisen in die EU nur dann kommen werde, wenn die Türkei das Flüchtlingsabkommen mit der EU sowie alle anderen dafür aufgestellten Bedingungen erfülle: „Wenn die Türkei die 72 Bedingungen zur Aufhebung der Visumpflicht, die wir gemeinsam formuliert haben, sämtlich erfüllt, dann wird es keinen Grund geben, ihren Bürgern die Visumfreiheit zu verweigern“, sagte Juncker im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. „Falls jedoch Herr Erdogan ernsthaft versucht, das Abkommen zu brechen, dann wird es seine Aufgabe sein, den Türken zu erklären, weshalb sie nicht in den Genuss von Reisefreiheit nach Europa kommen“, sagte Juncker weiter.

          Der Luxemburger zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass das europäisch-türkische Abkommen über die Rücknahme von Flüchtlingen und Migranten aus Griechenland durch die Türkei von Ankara eingehalten werde. „Das Abkommen mit der Türkei ist in sich schlüssig, es funktioniert, und es gibt keinen Grund für die Vermutung, dass es irgendwann nicht mehr funktionieren sollte“, so Juncker zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

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