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Geschlossene Balkanroute : Dutzende Flüchtlinge aus Idomeni gelangen nach Mazedonien

  • Aktualisiert am

Griechische Polizisten, die an der Grenze zu Mazedonien im Flüchtlingslager Idomeni patrouillieren. Bild: AP

Im griechischen Idomeni ist es etwa 50 Flüchtlingen gelungen, die durch Polizei bewachte Grenze nach Mazedonien zu überqueren, wie ein AFP-Fotograf berichtet. Sie setzten ihren Marsch gen Norden fort.

          Dutzende Flüchtlinge aus dem griechischen Lager Idomeni sind über die eigentlich hermetisch geschlossene Grenze nach Mazedonien gelangt. Die Menschen verschwanden anschließend nahe der Ortschaft Gevgelija in Richtung Norden, wie ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP am Samstag berichtete.

          Unter den Flüchtlingen, die bereits etwa drei Stunden Fußmarsch von Idomeni aus hinter sich hatten, waren zahlreiche Frauen und Kinder. Der AFP-Fotograf, der mit anderen Journalistenkollegen unweit von Gevgelija unterwegs war, zählte rund 50 Menschen, denen wahrscheinlich „zahlreiche weitere“ folgten. Die Gruppe setzte ihren Marsch in Richtung Norden fort, vermutlich nach Serbien.

          Ein Sprecher der mazedonischen Polizei erklärte AFP in Skopje, er habe keine Informationen über einen solchen Vorfall. Es gebe aber „täglich solche illegalen Versuche“, die Grenze zu überqueren, die Polizei tue „ihr Bestes, um die Grenze zu schützen“.

          Stille Protestaktion von Flüchtlingen im griechischen Lager Idomeni nahe der Grenze zu Mazedonien

          Die Lage in Idomeni ist äußerst angespannt, dort sitzen tausende Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen fest. Am Freitagabend lieferten sich Afghanen und Pakistaner in der Nähe des Lagers Auseinandersetzungen, nach denen vier Pakistaner wegen Stichverletzungen in einem Krankenhaus behandelt werden mussten.

          Die Flüchtlinge fordern immer wieder die Öffnung der Grenze nach Mazedonien, von wo aus die meisten weiter nach Deutschland oder Skandinavien wollen. Diese monatelang von zehntausenden Flüchtlingen genutzte Route ist seit Wochen versperrt, weil Länder wie Mazedonien, Slowenien und Kroatien ihre Grenzen abgeriegelt haben.

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