https://www.faz.net/-gpf-89ngw

Flüchtlingspolitik : Österreich fordert „Ende der Einladungspolitik“

  • Aktualisiert am

Österreichs Außenminister Sebastian Kurz, hier bei seiner Ankunft beim EU-Krisengipfel zur Flüchtlingspolitik im September Bild: dpa

Vor allem Deutschland müsse die Dinge endlich beim Namen nennen, fordert der österreichische Außenminister. Sebastian Kurz ist überzeugt: „Wir sind überfordert. Es kommen einfach zu viele Menschen.“

          1 Min.

          Österreichs Außenminister Sebastian Kurz hat die Bundesregierung indirekt für ihre Flüchtlingspolitik kritisiert. „Ich wünsche mir definitiv, dass wir in Europa, vor allem auch Deutschland, die Dinge endlich beim Namen nennen und klipp und klar sagen: Es braucht ein Ende der Einladungspolitik“, sagte Kurz der in Wien erscheinenden „Kleinen Zeitung“. Es bedürfe einer „ehrlicheren Politik“, die offen einräume: „Wir sind überfordert. Es kommen einfach zu viele Menschen.“

          Auf die Frage, ob Österreich die Grenzen schließen sollte, wenn Deutschland dies tue, antwortete Kurz: „Wenn Deutschland die Grenzen dicht macht, dann haben wir eine andere Situation. Wenn Deutschland das tut, müssen wir im Gleichklang agieren, weil wir sonst innerhalb weniger Tage komplett überfordert werden.“

          Kurz kritisierte auch das Auftreten der Ländervertreter bei den Brüsseler Treffen zur Flüchtlingskrise. „Es gibt immer noch zu viele Staats- und Regierungschefs beim EU-Gipfel, die sich nicht betroffen fühlen, die versuchen, sich mit Worthülsen wie 'unbegrenzte Humanität' zu retten und hoffen, dass der Zustrom von alleine versiegt. Das wird nicht passieren.“

          Weitere Themen

          „Wir werden nie wieder ein Lockdown machen“ Video-Seite öffnen

          Trumps Große Versprechen : „Wir werden nie wieder ein Lockdown machen“

          Der Bundesstaat Florida könnte für den Wahlausgang am 3. November eine wichtige Rolle spielen. In dem Bundesstaat gibt es große lateinamerikanische Bevölkerungsgruppen. Die kubanischen Amerikaner im Süden tendieren traditionell zu den Republikanern, die Puerto Ricaner in Zentralflorida eher zu den Demokraten.

          Wahlbeobachter nach Amerika

          FAZ Plus Artikel: OSZE : Wahlbeobachter nach Amerika

          Die amerikanischen Präsidentenwahl wird von internationalen Beobachtern begleitet. Sie berichten, dass rund zehn Millionen Amerikanern das Wahlrecht ganz oder teilweise verwehrt sei und von weiteren Herausforderungen.

          Topmeldungen

          Der republikanische Senator Lindsey Graham spricht am 17. Oktober auf einer Wahlkampfkundgebung

          Senatswahl in Amerika : Die Angst der Republikaner

          Können die Demokraten Weißes Haus, Repräsentantenhaus und Senat in ihre Hand bringen? Die Republikaner fürchten den Verlust ihrer Mehrheit, weil sogar einst sichere Sitze in Gefahr sind.
          Angst vor Anschlägen: Ein Polizist bewacht am Freitag vor dem Freitagsgebet die Große Moschee in Paris.

          Lehren aus Nizza : Woher kommt dieser Hass?

          Mit Attentaten wie in Nizza versuchen Islamisten freiheitliche Gesellschaften in den „Clash of civilizations“ zu treiben. Welche Ursachen hat das – und was kann getan werden, um es zu verhindern?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.